Grassau – Als sinnvolle Einrichtung empfindet Bürgermeister Rudi Jantke die Chiemsee-Ringbuslinie. An der Finanzierung wird sich Grassau ab 2018 mit 8000 Euro beteiligen.
Seit sechs Jahren, so Jantke, gebe es die Chiemsee-Ringlinie. Sie sei auch eine Klammer zwischen den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. Mit der Kurkarte könnten Gäste kostenlos fahren, Einheimische zahlten pro Fahrt vier Euro. Die Kosten für die Ringlinie liegen im Jahr bei 100000 Euro. Die Chiemsee-Anliegergemeinden zahlen eine Pauschale plus eine Umlage, gemessen an der Einwohnerzahl. Die Gemeinden, die nicht direkt am Chiemsee sind, beteiligen sich mit einer Pauschale. Die Landkreise Rosenheim und Traunstein zahlen je 6350 Euro. Grassau zahlte bislang 6000 Euro.
Laut Jantke soll dieser Betrag höher ausfallen, da es auch viele Haltestellen in der Gemeinde gebe. Ein Argument dagegen sei aber, dass die Grassauer Gäste mit dem Bus in die Chiemsee-Gemeinden fahren und dort Geld ausgeben – daher profitierten die Chiemsee-Gemeinden stärker. Grassau hingegen könne mit der Linie werben. Man könne über einen höheren Beitrag nachdenken, wenn der Fahrplan etwas entzerrt werde, so Jantke. Bislang können von den fünf eingesetzten Bussen nur vier genutzt werden, da zwei fast zeitgleich in Grassau ankommen.
Die Chiemsee-Anliegergemeinden zahlen pauschal 2000 Euro, dazu pro Einwohner rund 1,42 Euro. So sei es auch von Grassau gewünscht – das wären dann 12000 Euro.
Stefan Kattari findet die Linie touristisch interessant, sprach sich jedoch gegen eine Beteiligung in der gleichen Höhe wie die Chiemsee-Gemeinden aus. Auf die Frage, warum die Umlage nach Einwohnern statt nach Übernachtungen berechnet wird, konnte ihm Jantke keine Antwort geben.
Laut Christian Buchner ist die Zusammenarbeit der Gemeinden wichtig, und mit einer Aufstockung der Pauschale um 2000 Euro zeige man seinen guten Willen. Jantke fügte hinzu, dass Grassau mit 12000 Euro jährlich auch die Hauptlast am Achentalbus trage, und man zusehen müsse, nicht über ein bestimmtes Kostenniveau hinauszukommen.
Einstimmig abgelehnt wurde eine Mitfinanzierung der Chiemsee-Ringlinie mit einer Pauschale von 2000 Euro und zusätzlich 1,42 Euro pro Einwohner. Einhellig beschlossen wurde dagegen die Erhöhung der Beteiligung von 6000 auf 8000 Euro.tb