diakonie im achental

Vergnügliches über Bayern und Preußen

von Redaktion

Stiftungsfest: „Bavareuße“ Dr. Uli Patzschke hält Vortrag – 17000 Euro Spenden

Marquartstein – Kultureller Höhepunkt beim gut besuchten 14. Stiftungsfest der Diakonie im Achental war der Vortrag des „Bavareußen“ Dr. Uli Patzschke über das besondere Verhältnis zwischen Bayern und Preußen. Vor 40 Jahren war er selbst von Berlin in den Chiemgau gezogen. Als „Bavareuße“ – einer Mischung zwischen Bayer und Preuße – hatte er von Anfang an keine Probleme mit der Integration.

Mit viel Humor, aber auch großem historischen Hintergrundwissen warf Patzschke einen Blick in die Geschichte und erzählte lustige Erlebnisse eines Berliners in Bayern. Mehrere Dialoge illustrierten das beliebte sich gegenseitige „Aufzwicken“ von Bayern und Preußen. So zeigte er zum Beispiel einen kleinen, bayerischen Porzellanlöwen und fragte „Weißt Du, warum der Löwe seinen Schwanz so glorios in die Höhe hält? – Damit ihn der preußische Adler besser am A…. lecken kann“.

Wie Diakon Michael Soergel erklärte, versuche die Stiftung bei den Festabenden immer, Kulturelles mit Informationen über die Stiftung Diakonie zu verbinden, um den Spendern einen rundum schönen Abend zu bereiten.

Die Diakonie biete für alte oder hilfebedürftige Menschen mit vielen ehrenamtlichen Helfern unter anderem Essen auf Rädern, Begleitung zum Arzt oder zu Behörden, Spaziergänge und andere notwendige Hilfeleistungen. Seit 2004 gibt es auch die Achental-Tafel, über die ehrenamtlich bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden. Die Stiftung Diakonie habe es sich vor allem auch zur Aufgabe gemacht, die Kosten für die von der Gemeinde selbst zu finanzierende Stelle des Diakons zu unterstützen.

Im Laufe des Festabends berichtete der Stiftungsvorsitzende Hans-Jürgen Rippler, dass die Stiftung auch im Jahr 2016 mit 3500 Euro dazu beitrug, dass die Diakonenstelle finanziert werden konnte. Da dieser Betrag niedriger als in früheren Jahren war, kann die Stiftung die Batterie-Leasingkosten für das neu angeschaffte E-Auto von rund 3600 Euro für drei Jahre übernehmen.

Insgesamt wurden für die Stiftung im vergangenen Jahr rund 17000 Euro gespendet, vor allem für Projektrücklagen, aber auch für die Diakonenstelle und das Grundstockvermögen. Der Zuwachs resultiere aus mehreren Verfügungen Verstorbener, die zu ihrer Beerdigung statt Blumen und Kränzen um Spenden für die Stiftung gebeten hatten, berichtete Rippler. Auch eine testamentarische Zuwendung sei dabei gewesen. Der Stiftungsgrundstock, der nicht angegriffen werden kann, wuchs auf 133 071 Euro.

Trotz niedriger Zinsen konnten Erträge aus Kapitalanlagen von 2361 Euro erzielt werden. Davon werden 30 Prozent als Inflationsvor-sorge ins Grundstockvermögen übertragen, der Rest für Projektrücklagen zur Verfügung gestellt. gi

Artikel 1 von 11