Traunstein – Mit der Segnung durch Pfarrer Thomas Seitz und Pastoralreferent Peter Förg, dem traditionellen Durchschneiden eines Bandes, der symbolischen Einfahrt des ersten Fahrzeugs eines Klinikmitarbeiters sowie einer kleinen Feier mit am Bau Beteiligten und Anwohnern hat die Kliniken Südostbayern GmbH das neue Parkhaus am Klinikum Traunstein offiziell eingeweiht. Nutzen können Patienten, Besucher und Mitarbeiter die 688 Stellplätze aber noch nicht, da die Arbeiten nicht ganz fertiggestellt werden konnten. Der Vorstandsvorsitzende der Kliniken Südostbayern AG, Dr. Uwe Gretscher, sagte jedoch zu, das Parkhaus werde noch vor Weihnachten in Betrieb gehen.
Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Siegfried Walch wies auf das Klinikum Traunstein als wichtige Einrichtung des Landkreises Traunstein in der Gesundheitsversorgung hin. Im Raum Traunstein müssten Patienten, Besucher und Mitarbeiter den Weg dorthin meistens mit dem Auto finden. Daher sei die Erreichbarkeit eine besondere Herausforderung. Das neue Parkhaus werde einen Beitrag dazu leisten, dass die Parksituation am Klinikum verbessert werde.
Der Landrat dankte vor allem den Anwohnern, denn sie hätten viele Unannehmlichkeiten wie Lärm und Schmutz hinnehmen müssen, da das Bauwerk nicht das allerkleinste gewesen sei. Ferner bedankte er sich beim Bauherrn und Betreiber, der Firma Goldbeck, für die gute Partnerschaft.
Das Parkhaus sei ein weiterer Baustein in der Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Landkreis Traunstein, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. Das Auto spiele bei der Mobilität die Nummer eins. Die Menschen führen in aller Regel mit dem Auto zur Arbeit. Deshalb stelle sich immer wieder die Frage „wohin mit dem Auto“. Das Parken in den umliegenden Straßen des Klinikums Traunstein sei für die Anwohner wahrlich keine Freude. Er wünschte, dass das Parkhaus gut angenommen werde, denn es biete gerade im Winter viele Vorteile. Der Firma Goldbeck dankte er für die Zurverfügungstellung der Stellplätze und dem Landkreis Traunstein als Geldgeber für die Fußgängerbrücke über die Wolkersdorfer Straße zum Klinikum.
Wie der Oberbürgermeister, hoffte auch der Vorstandsvorsitzende Dr. Gretscher, dass die Nachbarn des Klinikums vom Parken entlastet würden und der Parkverkehr besser geordnet werde. Nicht nur für die Mitarbeiter sei das neue Parkhaus ein Meilenstein und Zugewinn, weil das Parken nun direkt am Klinikum möglich sei. Die Patientenzahlen der Kliniken Südostbayern AG wüchsen jährlich um rund fünf Prozent. Deshalb sei das Parkhaus für die Weiterentwicklung des Klinikums Traunstein so wichtig. Das alte Parkhaus gehe außer Betrieb. Die frei werdende Fläche stehe dann als Entwicklungsfläche zur Verfügung.
Dieter Janshen, Geschäftsstellenleiter der Goldbeck-Niederlassung Rosenheim, erinnerte daran, dass man bereits im Dezember 2010 Kontakt aufgenommen habe. Danach habe es viele Gespräche über die Finanzierung und den Betrieb gegeben, bis man im September 2016 mit dem Bau beginnen konnte. Seither seien 700 Tonnen Stahl und 12000 Betonplatten verbaut worden. So ein Projekt gelinge nur, wenn man partnerschaftlich zusammenarbeite. Vor allem draußen sei jetzt noch einiges zu tun, so Janshen, der jedoch zuversichtlich war, das Parkhaus noch vor Weihnachten fertigstellen zu können.
Stephan Pieper, Geschäftsführer der Goldbeck Parking Services GmbH, nannte einige technische Daten. Im Parkhaus stehen 688 Parkplätze in einer für heutige Fahrzeuge ausreichenden Breite von 2,5 Metern zur Verfügung. Darunter befinden sich seinen Angaben zufolge 13 Behindertenparkplätze sowie Frauen- und Familienparkplätze. Und über eine Fußgängerbrücke sei das Klinikum barrierefrei erreichbar.