Kreisverband Traunstein der Freien und Unabhängigen Wähler

Andreas Danzer bleibt an der Spitze

von Redaktion

Vorsitzender: „Wir sind keine Partei und wollen auch keine sein“

Traunstein – Andreas Danzer führt weiter den Kreisverband der Freien und Unabhängigen Wähler (FW/UW) Traunstein. In der Jahreshauptversammlung im Gasthof „Sailer Keller“ in Traunstein bestätigten die Mitglieder den seit 2011 amtierenden Kreisvorsitzenden einstimmig. „Es ist ein schönes Arbeiten“, freute sich der stellvertretende Landrat über seine Wiederwahl.

Einstimmig wiedergewählt wurden auch seine Stellvertreter Manfred Kösterke und Thomas Kamm sowie Schatzmeister Andreas Bich- ler. Im Amt des Schriftführers beerbt der Traunreuter Stadtrat Konrad Unterstein Hans Stoiber, der der Kreisvorstandschaft aber als Beisitzer und Zweiter Schriftführer erhalten bleibt. Stoiber gehörte der engeren Vorstandschaft seit 2005 als Schriftführer an. Beisitzer bleiben Philipp Weißenbacher, Kai-Holger Seidel, Egon Kraus, Dr. Peter Aigner, Sebastian Stöcklhuber und Sebastian Maier. Ehrenvorsitzender Hubert Neuberger gehört der Kreisvorstandschaft auf Lebenszeit an. Peter Irlbacher und Ottmar Brandl prüfen weiterhin die Kasse. „Zusammen sind wir stark – und so machen wir auch weiter“, betonte Wahlleiter Franz Portenkirchner.

Schwerpunkt des letzten Jahres seien die Themenabstimmungen zwischen Fraktion und Kreisverband gewesen, so Danzer. „Bei uns gibt es eine andere Handhabe, Kreisverband und Fraktion arbeiten eng zusammen und wir laden auch unsere Ortsvorsitzenden und Bürgermeister zu den Fraktionssitzungen ein und stimmen die Themen miteinander ab“, so Danzer. Zu diesen zählten heuer die „Situation der Dorfläden“, „Gewinne der Sparkassen mit kommunaler Beteiligung“, „Kreishaushalt/Kreisumlage“, „die Verunreinigung der Hirschauer Bucht“ und der „Tourismus“.

Kreisvorsitzender: Hubert Aiwanger

hat zu viele Ämter

„Wir sind keine Partei und wollen auch keine sein“, stellte Danzer klar. Er kritisierte die Ämterhäufung des Bundes-, Landes- und Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Hubert Aiwanger. Danzer: „Wir sind mehr als ein Gesicht.“ Zudem fordere man eine klare Abgrenzung und Trennung von Partei und Wählervereinigung.

Es wäre wünschenswert, dass die erzielten Gewinne heuer und im nächsten Jahr so weiterlaufen, denn „dann ist die Kriegskasse wieder gut gefüllt und wir können 2019 und 2020 vor den Kommunalwahlen wieder eine schlagkräftige Wahlwerbung betreiben“, so Kösterke, der den Kassenbericht in Vertretung von Schatzmeister Bichler vortrug.

Was die finanzielle Gesundung der Kliniken Südostbayern AG anbelange, biege man unter dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Uwe Gretscher so langsam auf die Zielgeraden ein, freute sich der FW/UW-Fraktionsvorsitzende Dr. Lothar Seissiger in seinem Bericht. Er erinnerte daran, dass die in kommunaler Trägerschaft befindliche Kliniken Südostbayern AG 2015 kurz vor der Insolvenz gestanden habe. Ziel sei es, die Qualität der medizinischen Versorgung und das Risikomanagement auf einem hohen Standard zu halten. „Alle Mitarbeiter machen einen hervorragenden Job, und wir sind dort gut aufgestellt“, lobte Seissiger.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kamm erinnerte an die Bautätigkeiten des Landkreises Traunstein und erwähnte unter anderem die unlängst beendete Generalsanierung und den Teilneubau des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums in Traunreut (genehmigte Kosten 17,9 Millionen Euro), die so gut wie abgeschlossene Generalsanierung der FOS/ BOS Traunstein (genehmigte Kosten 12,64 Millionen Euro), den geplanten Neubau der Staatlichen Realschule Trostberg (Kostenanschlag 29 Millionen Euro) und die Generalsanierung der Staatlichen Berufsschule I Traunstein (genehmigte Kosten 47,9 Millionen Euro) mit den jeweiligen Förderkulissen. Wegen der Kontaminierung des Untergrundes am AKG in Traunstein komme es beim Turnhallenbau zu einer Kostenmehrung von circa einer Million Euro. Mit der Fertigstellung der Baumaßnahme sei im ersten Quartal 2019 zu rechnen, der Kostenanteil des Landkreises betrage 4,24 Millionen Euro. „Wir sind eine kritische, streitbare Gruppierung, die aber immer zum Konsens findet – und das soll so bleiben“, so Siegsdorfs Bürgermeister Kamm. mmü

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