Marquartstein – Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Nachtragshaushalt für 2017.
Stellvertretend für Kämmerin Karoline Speckbacher trug Geschäftsleiter Florian Stephan die einzelnen Posten vor. Der Verwaltungshaushalt erhöht sich von den bisher angesetzten 6,05 Millionen um rund 400000 auf 6,43 Millionen Euro.
Bei wenigen Haushaltsstellen kam es zu Veränderungen. Nur schlecht im Voraus geplant werden konnten zum Beispiel die Ausgaben für die notwendigen Reparaturen im Rohrleitungsnetz der Trinkwasserversorgung. Statt der bisher veranschlagten 60000 Euro mussten um 20000 Euro mehr angesetzt werden. Kleinere, nicht vorhergesehene Ausgaben waren auch die Instandhaltungskosten an der Fußgängerbrücke, die Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes für die Sekretärin an der Grundschule und zusätzliche Kosten für dortige Reinigungsarbeiten wegen der Krankheit einer Mitarbeiterin.
Zu erwartende Mehreinnahmen gibt es durch die Gewerbesteuer, die auf 800000 Euro angesetzt war und nun auf eine Million Euro erhöht wurden. Insgesamt kann dadurch mehr in den Vermögenshaushalt überführt werden – nämlich 332000 Euro statt den im ursprünglichen Haushalt 2017 geplanten 126000 Euro.
Der Vermögenshaushalt erhöht sich in den Einnahmen und Ausgaben von bisher 3,73 Millionen um rund 800000 auf 4,59 Millionen Euro. Die Erhöhung ist vor allem darin begründet, dass die Gemeinde als Vermögensanlage ein unbebautes Grundstück erworben hat. Aus der Rücklage werden um 646000 Euro mehr entnommen als zunächst angesetzt worden waren. Insgesamt ergeben sich damit 3,9 Millionen Euro. An Rücklagen verbleiben rund 1,5 Millionen.
Bürgermeister Andreas Scheck resümierte, dass es sich mit dem knapp Elf-Millionen-Euro-Haushalt wohl um einen der größten in der Gemeindegeschichte handle. Mit der Überführung von Finanzmitteln aus den hohen Rücklagen in den Erwerb von Immobilien schaffe man nicht nur eine werbeständige Anlageform, sondern bekomme auch Handlungsspielraum für künftige Entwicklungen im Ort. gi