Verkehrsverein Reit im Winkl

Mit dem Sternenpark durchstarten

von Redaktion

Übernachtungszahlen entgegen dem Trend 2017 erneut leicht gestiegen auf 577 000

Reit im Winkl – Um die derzeit positive Entwicklung des Tourismus in Reit im Winkl zu erhalten, bedarf es großer Anstrengungen. Darin waren sich der Verkehrsvereinsvorsitzende Florian Weindl und Bürgermeister Josef Heigenhauser bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Festsaal einig. Empfehlungen, wie Angebote weiter verbessert werden könnten, dazu gab Betriebswirtin Elisabeth Hiltermann in einem Vortrag Anregungen.

Der Verkehrsverein sei unter anderem eine Interessenvertretung der Vermieter, sagte Weindl in seinem Jahresbericht. Und weiter: „Grundgedanke der Interessenvertretung ist immer die Mitbestimmung. Deshalb ist ein Ziel unserer Arbeit, Ideen oder konkrete Vorschläge zur Abstimmung in den Gemeinderat zu bringen und bei einer Notwendigkeit auch mit finanzieller Beteiligung diese zu unterstützen.“

Als ein Beispiel für solche Ideen nannte der Vorstand Veranstaltungen wie die jeweils vier Straßenfeste im Sommer. 58 seien es über die Jahre bisher schon gewesen, stellte er nicht ohne Stolz fest. Trotz schlechter Wetterlage seien auch im vergangenen Sommer wieder alle vier mit Erfolg durchgeführt worden.

Weiter unterstütze der Verein die Almwochen unter anderem mit dem von den Bäuerinnen organisierten Bauernmarkt als feste Größe.

„Ein Angebot, das seinesgleichen sucht, ist der Sternenpark auf der Winklmoos-Alm“, fuhr der Vorsitzende fort. Das Angebot von astrologischen Führungen finde dort ideale Voraussetzungen und könne als Alleinstellungsmerkmal mit einem jetzt schon sehr hohen Medieninteresse bezeichnet werden. Eine Zertifizierung sei beantragt, nach etwa drei Monaten rechne man mit einer Genehmigung. „Und dann starten wir durch“, so Weindl.

Eine erfreuliche Bilanz konnte Bürgermeister Heigenhauser in seinem Tourismusbericht vorlegen, seien doch die Übernachtungszahlen in Reit im Winkl 2017 entgegen dem allgemeinen Trend erneut gestiegen, und zwar um 4000 auf 577000.

Eine große Herausforderung im Tourismusbereich sei die Digitalisierung. „Online-Buchbarkeit ist heute schon ein Muss“, stellte der Bürgermeister fest.

Auch die Gemeinde übernehme große Anstrengungen zur Förderung des Tourismus im Ort. „Besonders punkten konnten wir im vorigen schneearmen Winter mit der Loipenbeschneiung, die Nachfrage war enorm“, nannte er ein Beispiel. Voll bewährt habe sich der Kauf einer dritten Schneekanone vor gut einem Jahr. Und jetzt sei wieder eine neue Pistenraupe zur Pflege der Langlaufloipen und Winterwanderwege angeschafft worden.

Bestens bewährt für die Sommersaison hätten sich die Einführung eines Wanderbusses, die freie Fahrt auf der Mautstraße zur Winklmoos-Alm für Kurkarteninhaber und die Erneuerung des Kinderspielplatzes vor dem Hallenbad.

Betriebswirtin Hiltermann, die Geschäftsführerin von „Hotel- und Tourismus Consulting Kohl & Partner“, sprach über „Tourismusentwicklung 2030 – Bewährtes stärken, Entwicklungen erkennen, Netzwerke bilden“. Es brauche Jahre, um einen Gast zu binden, erklärte die Fachfrau. Deshalb müsse miteinander eine Strategie erarbeitet werden, um herauszufinden, was der Gast erwarte und wie seine Erwartungen erfüllt werden können. Den Vermietern im Saal rief sie zu: „Wir wollen nicht nur zufriedene Gäste, wir wollen begeisterte Gäste. Der begeisterte Gast ist der beste Werbeträger.“ Ein weiterer Tipp von ihr: „Tun Sie mehr als erwartet – überraschen Sie den Gast.“

Qualitätsorientierte Angebote

entscheidend

Dem Verkehrsverein, den Vermietern und anderen Leistungsträgern des Tourismus empfahl sie, an einem Strang zu ziehen und an der Entwicklung von Reit im Winkl zu arbeiten. Entscheidend seien nicht immer die billigsten Angebote, sondern die qualitätsorientierten. „Schreiten Sie mutig und selbstbewusst voran“, so ihr Schluss-Appell.sh

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