Grassau – Bürgermeister Rudi Jantke, der die Wahl leitete, freute sich, dass „in der Gemeinde junge Leute Ämter übernehmen und sich vorne hinstellen“. Beide Neugewählten betonten, dass sie sich in der Jugendarbeit engagieren wollen. Die beiden Auszubildenden haben zudem die Jugendleiter-Ausbildung absolviert.
„Ich bin ungeheuer stolz auf euch“, sagte auch Jugendtreff-Leiterin Christine Dögerl. Jetzlsperger und Illenseer übernehmen die Ämter von Georg Beyschlag und Otto Hofer, die nicht mehr kandidierten. Mechtild Faller-Obermeier wird weiterhin als Kassenführerin agieren. In den Beirat wurden zudem Susi Speckbacher und Margarete Kastner gewählt. Die Kasse prüft auch künftig Peter Enzmann.
Mit der Einladung an alle Förderer hatte das Jahr 2017 im Jugendtreff begonnen, informierte Jugendtreff-Leiterin Christine Dögerl. Bei gutem Essen konnten sich die Förderer im Jugendtreff umsehen und mit den jungen Leuten ins Gespräch kommen. Von Januar bis März öffnete der Treff zusätzlich an den Samstagen. Im April wurde das 20-jährige Bestehen mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. In den Sommerferien beteiligte sich der Jugendtreff am Kinderferienprogramm, an der „Langen Nacht“ in Grassau mit einem Infostand. Die Halloween-Feier im Jugendtreff Grabenstätt und im November eine Jugendleiterschulung in Kolbermoor wurden besucht. An der Abrissparty der Turnhalle in Traunstein beteiligten sich die Jugendlichen. Geplant sei ein Treffen mit den Jugendleiter-Schulungsteilnehmern zum gemeinsamen Spiel sowie am 22. Dezember eine Weihnachtsfeier.
Für 2018 fest geplant sind das Essen für die Förderer im Januar sowie ein Frühlings- oder Sommerfest, wobei auch die gemeindlichen Vereine mit ihren Jugendvertretern ins Boot geholt werden sollen. Eventuell soll es eine Abrissparty in der Turnhalle, die im Frühjahr abgebrochen wird, geben.
Jugendtreff: 20 Jahre ohne Pause in Betrieb
Der Jugendtreff ist gut ausgestattet, nur ein paar Kleinigkeiten fehlen. So habe der Billardtisch ein Loch, ein neuer Herd und ein neuer Drucker werden benötigt. Auch ein Pizzaofen ist ein Wunsch. Christine Dögerl bat den Förderverein um die Übernahme der Kosten.
Georg Beyschlag richtete seinen Dank an seinen Stellvertreter Otto Hofer, aber auch an die gesamte Vorstandschaft. „Die ganze Einrichtung gäbe es nicht, wenn die Gemeinde nicht so konsequent dahinterstehen würde“, hob er hervor. Dies bestätigte Bürgermeister Jantke. Er kenne keinen Jugendtreff im Landkreis, der 20 Jahre ohne Unterbrechung Bestand hatte. Dies liege aber auch an den Leitungen, die so hervorragend gearbeitet haben. Was ihn stolz gemacht habe, sei die friedliche Demonstration der Jugendlichen aus dem Jugendtreff zum Auftritt der AfD 2016 gewesen.