internetkriminalität

Senioren-Computerkurs bekommt Experten-Besuch

von Redaktion

Betrügerische E-Mails gibt es in großer Vielfalt – Polizistin schildert Beispielfälle und klärt auf

Grassau – Als Spezialistin für Internetkriminalität informierte Anja Schmidt von der Polizeiinspektion Grassau umfassend im Senioren-Computerkurs vor Gefahren, die im Internet lauern.

Seniorenbeauftragter Rudi Klingler organisiert in Zusammenarbeit mit der Familienstelle den Senioren-Computerkurs, in dem er gemeinsam mit den Computer-Spezialisten Karin Schäfers und Robert Kreutz den Teilnehmern erklärt, wie sie E-Mails schreiben und verschicken, Surfen und im Internet einkaufen. Gerade Letzteres berge aber enorme Gefahren, so Anja Schmidt.

Vor dem Einkauf sollten der jeweilige Shop gegoogelt, das Impressum und Bewertungen angesehen werden. Bei Ebay Kleinanzeigen seien die Anbieter nicht registriert und daher Vorsicht geboten. Die Polizei bekäme viele Anzeigen, weil Waren nicht geliefert wurden. Manchmal werde man mit angeblichen Gewinnen geködert, für die eine Vorabzahlung gefordert wird. Zu PayPal informierte sie, dass Verbrecher sich Namen und Adressen suchen, ein Geburtsdatum erfinden und so ein Konto eröffnen. Dann kaufen sie auf den falschen Namen ein, was man erst merke, wenn Inkasso-Schreiben kommen.

Die Polizistin schilderte einen besonderen Fall, bei mitgeteilt wurde, dass die Rente um 30 Prozent gekürzt werde und die Senioren aufgefordert wurden, ihre Kontodaten mitzuteilen.

Generell sollte mit E-Mails sehr vorsichtig umgegangen werden. Anhänge von Personen, die man nicht kennt, sollten nicht geöffnet werden, da sich hier Viren verstecken können. Anja Schmidt riet den Senioren, einmal im Monat die Kennwörter zu wechseln. Auf Nachfrage erklärte sie, dass man hierfür nur unter Einstellungen, Passwort ändern, das neue Kennwort anlegen könne.

Begeistert waren die Kursteilnehmer von der Aufklärung. Kursleiter Robert Kreutz versprach, dieses Thema in der nächsten Zeit noch zu vertiefen. tb

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