Traunstein – An den Verein „Freunde der Burg Stein“ gingen 6000 Euro, genauso- viel, wie die Stadt Traunreut zu den Gesamtkosten von 86000 Euro beiträgt. Jeweils 10000 Euro erhofft sich der Verein vom Bezirk Oberbayern und vom Freistaat. Eigenleistungen von Vereinsmitgliedern in Form von „Hand- und Spanndiensten“ sind mit ebenfalls 10000 Euro veranschlagt. Die verbleibende Finanzierungslücke von 37000 Euro schließt der Verein aus Eigenmitteln.
Tobias Zeh vom Landratsamt nannte Einzelheiten zu der Maßnahme, die in den Händen der Freunde von Burg Stein liegt. Bei dem Hochschloss mit Kern aus dem 12. und 13. Jahrhundert sei für 2018 vorgesehen, einen Kamin im zweiten Stock zu sichern, das Gewölbe und den Fußboden im Rauchküchenraum zu sanieren, einen weiteren Fußboden im gleichen Stockwerk einzubauen. Eine eingestürzte Mauer im zweiten Geschoss solle wieder eingezogen werden. Geplant sei außerdem ein neuer Fußboden für das WC im zweiten Stock. Wie Yvonne Nitsch vom Landratsamt erläuterte, ist der jetzige Bauabschnitt Teil einer großen Gesamtmaßnahme, die der Verein je nach Finanzlage realisiert. „Ich bin froh, wenn sich Einzelpersonen so stark für Objekte engagieren“, lobte der Landrat.
Knapp 100000 Euro kostet die Beseitigung des Hausschwamms in der Filialkirche St. Peter und Paul in Lanzing bei Tittmoning, einem spätgotischen Tuffquaderbau von Anfang des 16. Jahrhunderts. Projektträger ist die katholische Kirchenstiftung Kay. Das Gotteshaus steht an der Hangkante innerhalb eines historischen Kirchhofs. Die Weihe der Kirche ist auf das Jahr 1518 datiert.
Hausschwamm wütet in der Filialkirche
Der Befall mit Hausschwamm ist laut Tobias Zeh „dramatisch“ und „ziemlich massiv“. Man müsse Holzteile austauschen und Steinelemente chemisch reinigen. Zur Finanzierung steuern die Stadt Tittmoning und der Landkreis Traunstein jeweils 3000 Euro bei. Beim Bezirk Oberbayern läuft ein Antrag auf 19830 Euro Zuschuss, beim Staat auf 10000 Euro. Die Bayerische Landesstiftung soll mit 14872 Euro unterstützen. Die Kirchenstiftung will 48444 Euro an Eigenmitteln aufbringen.
Ein ehemaliges Gutshaus in Hart bei Chieming mit Ursprung wohl im 18. Jahrhundert und belegtem Ausbau im 19. Jahrhundert soll angeblich auf einen erstmals im 14. Jahrhundert genannten Sitz einer adeligen Dame zurückgehen. Der jetzige Eigentümer will für über 100000 Euro die Fassade sanieren. Die Gemeinde Chieming hat bereits einen Zuschuss von 7000 Euro beschlossen. In gleicher Höhe stieg nun der Landkreis ein. Die Finanzierung mit Eigenmitteln von mehr 60000 Euro sichern sollen der Bezirk mit gut 21000 Euro und der Freistaat mit 10000 Euro.
Das einstige Gutshaus ist ein zweigeschossiger Putzbau mit Kniestock und Flachsatteldach in Form eines typischen Salzburger Flachgauhofs. Das im Kern barocke Gebäude steht am südlichen Ortsrand.