Vdk-ortsverband

70 Jahre Helfer in der Not

von Redaktion

Die Adventsfeier des VdK-Ortsverbandes Wössen im Restaurant „Lickei“ stand ganz im Zeichen des 70-jährigen Bestehens des Ortsverbandes.

Unterwössen – 70 Jahre VdK Wössen höre sich so selbstverständlich an, meinte stellvertretender Kreisvorsitzender Walter Hindlinger. Zum Zeitpunkt der Gründung, nach dem Krieg, sei das anders gewesen. In großer Rat- und Hilflosigkeit, in Hunger und wirtschaftlicher Not, ohne Perspektive hätten viele Menschen in Deutschland gelebt, als 1947 die amerikanischen Besatzungsmächte die Gründung erlaubten. „Beherzte Männer und Frauen“, so der Kreisvorsitzende, setzten sich für Menschen ein, denen es noch schlechter ging, vor allem für die Kriegsversehrten, Witwen und Waisen.

Gründungsmitglieder des am 28. Juli 1947 entstandenen Ortsverbandes waren Martin Doblinger, Joachim Felber, Alfons Gogl, Ludwig Hanslmeier, Maria Leitzke und Vorsitzender Anton Höglauer. Zunächst schlossen sich Tausende dem Sozialverband an, vor allem Kriegsverwundete und Witwen (380000 Mitglieder waren es 1952 in Bayern). Dann sank die Zahl, bis der VdK nach 1985 den Wandel zu einem modernen Sozialverband mit mehr als 1,8 Millionen Mitgliedern schaffte.

Das Spektrum habe sich gewandelt, die sozialen Schieflagen in der Gesellschaft seien vielfältiger geworden, so der Fachmann. Die Fülle der Sozialvorschriften bringe immer höheren Beratungsbedarf. Der VdK als fachkundiger Ratgeber werde hochgeschätzt.

Hindlinger gemahnte zu mehr Menschlichkeit in einer Zeit, in der die Menschen sich an Erfolg und Gewinn messen. Der Ortsverband trage dazu bei, dass sich die Menschen in diesem Sinne austauschen. Das funktioniere nur mit großem Einsatz im Ortsverband. Für den Wössener Ortsverband nannte Hindlinger beispielhaft dessen Vorsitzenden Josef Kurz-Hörterer und die VdK-Sammler Heidemarie Haßlberger und Manfred Blösl.

Ähnliche Gedanken äußerte Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger. Schon der gute Besuch der Adventsfeier zeige die Wertschätzung für den Ortsverband. Josef Kurz- Hörterer habe die Führung des Ortsverbandes in schwieriger Zeit übernommen. Für die Gemeinde erweise sich der VdK in vielen sozialen Fragen als wichtiger Partner. Der Ortsverband vermittle den Kontakt zu den Menschen und schaffe mit seiner Wertschätzung und Beratung wichtige Erstkontakte für die Gemeinde. Heute hat der Ortsverband 184 Mitglieder, so Kurz-Hörterer. Man hoffe, in fünf Jahren die Schwelle der 200 Mitglieder zu überschreiten.

Auch Kurz-Hörterer lobte die beiden Sammler Heidemarie Haßlberger und Manfred Blösl, die heuer 1212 Euro bei der Haussammlung zusammengetragen haben. Das sei eine wichtige Stütze für den Ortsverband. Der Ortsverband verwende die Hälfte des Betrags direkt für soziale Zwecke in der Gemeinde.

Bei Kaffee und Kuchen begleiteten Vinzenz und Vitus Voit den Nachmittag musikalisch. Claudia Schweinöster las zur Einstimmung in den Advent Geschichten.

Artikel 6 von 11