bürgerversammlung

Wunsch: Verkehrsspiegel

von Redaktion

Insgesamt scheinen die Marquartsteiner zufrieden mit der Gemeindepolitik zu sein. Der Saal im Gasthof „Prinzregent“ war weit weniger gefüllt als bei Bürgerversammlungen in früheren Jahren, und nur wenige Einwohner sprachen Probleme an.

Marquartstein – Nach dem Bericht von Bürgermeister Andreas Scheck (wir berichten), erinnerte Feuerwehrkommandant Thomas Mayer an die Rauchmelder-Pflicht ab Januar. Um vor Betrügern zu warnen, wies er darauf hin, dass die Feuerwehr nicht ins Haus komme, um die Installation zu kontrollieren. Beim Feuerwehrball am Samstag, 13. Januar, spiele die Band „Brandig“ im Saal beim „Prinzregent“ auf.

Schorsch Hurler sprach den zunehmenden Verkehr Richtung Niedernfels zur Hochplattenbahn und zum Märchenpark an. Nicht nur die Autos würden mehr, sondern auch Fußgänger und Radfahrer. Viele hielten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, auch wenn das besser geworden sei. Der lange geplante Geh- und Radweg an der Schlossstraße sei dringend notwendig, so Hurler, der zudem im Namen anderer Anlieger einen Verkehrsspiegel beim Baronfeld forderte. Vor allem parkende Autos verstellten die Sicht.

Scheck antwortete, dass allzu viele Verkehrsspiegel im Ort keine Lösung seien. Man solle das Problem vielmehr an der Wurzel packen und das den Verkehr behindernde Parken bekämpfen. Eventuell könne die kommunale Verkehrsüberwachung auf den ruhenden Verkehr ausgeweitet werden. Leider sei die Gemeinde mit dem generellen Parkverbot an der Schlossstraße vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Scheck plädierte aber dafür, es nochmals zu versuchen. Bei den Grundstücksverhandlungen wegen des Geh- und Radwegs zeichneten sich positive Signale ab. Er hoffe, dass der Weg in einigen Jahren realisiert werden kann.

Hans Aigner schlug vor, Gespräche zu führen, damit Fahrzeuge am Wochenende auf dem großen Parkplatz der Schule in Niedernfels parken dürfen. Das wolle er versuchen, sagte Scheck.

Einen Verkehrsspiegel erhoffen sich auch Bürger aus der St.-Andräer-Straße und 13 weitere Anwohner. Eine Hecke behindere dort die Sicht an der Ausfahrt zur Pettendorfer Straße. Ein weiterer Bürger bekräftigte, dass die Sicht überhaupt nicht besser geworden sei, nachdem die Hecke nach Aufforderung der Gemeinde zurückgeschnitten wurde. Der Bürgermeister versprach, die Situation zu prüfen.

Keine Bestattung Auswärtiger wegen Platz-Problem

Noch drei weitere Anträge äußerte die Bürgerin aus der St. Andräer Straße. Sie forderte, dass das Bestattungsrecht für Nicht–Einwohner von Marquartstein geändert werden sollte, sodass auch Eltern und Schwiegereltern von auswärts hier beerdigt werden können. Der Bürgermeister sagte, dass es Beschränkungen wegen der begrenzten Zahl der Plätze auf dem Friedhof gebe. Wie auch in vielen anderen Gemeinden könnten nur Einwohner mit Hauptwohnsitz in Marquartstein auf dem gemeindlichen Friedhof beerdigt werden. Beim katholischen Friedhof gebe es andere Regelungen. Grundsätzlich sei es möglich, einen Antrag an den Gemeinderat zu stellen, diese Bestimmungen zu ändern.

Scheck bestätigte weiter ihre Aussage, dass es möglich ist, zeitlich befristete Sonderparkscheine für Schwerbehinderte bei der Gemeinde zu bekommen. Die Bürgerin bat zudem darum, dass sich der Bürgermeister dafür einsetzen möge, dass in Übersee mehr „Park and Ride“-Parkplätze geschaffen werden. Scheck antwortete, dass er keinen Einfluss auf die Gemeindepolitik in Übersee habe, sich aber gerne erkundigen werde.

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