Unterwössen – Nach dem Hochwasser von 2005 und den ersten konkreten Pla-nungen im vergangenen Frühjahr für Schutzmaßnahmen mit einem relativ hohen Flächenverbrauch und Gesamtkosten von 4,5 Millionen Euro lag dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung eine geänderte Planung des Wasserwirtschaftsamtes auf dem Tisch. Zur neuen Planung mit reduzierten Kosten von 3,3 Millionen Euro und einem Beginn der Baumaßnahmen im Herbst 2021 gab das Gremium einstimmig grünes Licht.
Die Erstplanung hätte wesentlich mehr Eingriffe in Privatbesitz, die landwirt-schaftliche Nutzung und das Landschaftsbild gebracht als die jetzt vorliegende, sagte Bürgermeister Ludwig Ent-fellner.
Weniger
Flächenverbrauch
Detailliert stellten Roman Lindenthaler und Hans Semmler vom Wasserwirt-schaftsamt anschließend die geänderte Variante mit reduzierten Freiborden an Brücken, reduziertem Flächenverbrauch und geringeren Kosten vor. Einen breiten Raum nahmen dabei die ver-schiedensten erforderlichen Einzelmaßnehmen ein wie Wildholzrechen, Ausleitungen, Soleeintiefungen, Mauern, Deichinnenverdichtungen und Geländemodellierungen.
Nach dem Vorschlag des Wasserwirtschaftsamtes, dem Träger des Verfahrens, könnte die Gesamtmaßnahme in die drei Projekte „Hochwasserschutz (HWS) Oberwössen (1,3 Millionen Euro brutto)“, „HWS Hinterwössen (1,2 Millionen Euro brutto)“ und „HWS Brem (0,8 Millionen Euro brutto)“ aufgeteilt werden. Und so lautet der Zeitplan der Behörde in Traunstein: In den Jahren 2018/2019 soll die Planung für den Entwurf und die Genehmigung erarbeitet werden, auf Mitte 2019 ist die baufachliche Prüfung durch die Regierung von Oberbayern terminiert. Für das Wasserrrechtsverfahren ab Herbst 2019 ist ein Jahr angesetzt worden. Bis zum Sommer 2021 sollen die Ausführungsplanung und die Ausschreibungen erledigt sein. Wenn alles planmäßig verläuft, fällt im Herbst 2021 der Startschuss zu den Baumaßnahmen. vd