Frauenchiemsee – Tassilo III. (geboren um 746) war der letzte bairische Herzog aus dem Geschlecht der Agilolfinger, Vetter Karls des Großen. Tassilo ist ein Heiliger der katholischen Kirche.
Zu seinen herausragenden Leistungen gehörte die Gründung der Benediktinerinnenabtei Frauenchiemsee. Die Weihe der Klosterkirche erfolgte 782 durch Bischof Virgil von Salzburg. Um das Jahr 857, setzte König Ludwig, der Deutsche seine Tochter, die Selige Irmengard von Buchau, eine Urenkelin von Kaiser Karl, dem Großen, als Äbtissin in Frauenwörth ein. Die Selige Irmengard ist heute die Patronin des Chiemgaus.
Auftakt des Tassilotages war heuer eine gemeinsame Vesper mit der Gemeinschaft der Klosterschwestern in der Klosterkirche. Im abschließendes Gebet sagte Äbtissin Johanna Mayer OSB unter anderem: „Allmächtiger Gott, Du hast dem Bayernherzog Tassilo irdische Macht anvertraut. Dein Heiliger Geist ruhe auf ihm. Er mühte sich, ein Reich der Wahrheit, der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens aufzubauen. Gib auch uns die Gnade, dass sein Glaube in uns lebendig bleibt und wir so unsere Aufgaben in dieser Welt erfüllen und Erben Deines Reiches werden.“ Christian Glas, Rosenheims Kreisvorsitzender des Bayernbundes, würdigte Tassilo als prägend für das heutige Bayern und Vorbild für die heute verantwortlichen Politiker. Die Vesper endete mit der gemeinsam gesungenen Bayernhymne.
Bei der anschließenden Feier im Klosterwirt übergab der Bayernbund-Kreisverband an den Verein „Freunde des Klosters Frauenwörth“ eine Spende von 4000 Euro, zu der viele Mitglieder mit Einzelspenden beigetragen hatten. Freundeskreis-Vorsitzende Annemarie Biechl sagte, dass das Geld dem Kloster für die Anschaffung eines neuen Gestühls in der neu gestalteten Chorkapelle zur Verfügung gestellt werde. hö