Wasserversorgung Mühlener Gruppe

Wasser wird zum 1. Juni teurer

von Redaktion

Nach Trinkwasserbelastung: Installierte UV-Anlage in Mühlen arbeitet störungsfrei

Vachendorf/Grabenstätt – Die Verbrauchsgebühr steigt zum 1. Juli kommenden Jahres auf netto 1,19 Euro pro Kubikmeter Wasser. Dies wurde in der Verbandsversammlung der Wasserversorgung Mühlener Gruppe beschlossen, nachdem Verbandsvorsitzender Bernhard Hennes über die Unterdeckung des Wasserpreises informiert hatte.

Da die Sonderrücklage aus den Vorjahren praktisch aufgebraucht sei, habe man von einem Steuerbüro eine Neukalkulation durchführen lassen, aufgrund der nun die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung beschlossen wurde.

Des Weiteren segnete die Verbandsversammlung einstimmig Haushaltsplan und Haushaltssatzung für 2018 ab. Um das zu klein dimensionierte Leitungsnetz in Vachendorf bei Verbrauchsspitzen und besonders im Brandfall besser zu stützen, soll ein zweiter Versorgungszugang aus der Hochzone installiert werden, so Hennes. Dafür müsse ein Druckminderschacht (Druckunterbrecherschacht) am Spenderberg gebaut werden. An den Kosten von 21000 Euro beteiligte sich die Gemeinde Vachendorf aus Brandschutzgründen. Die Versammlung stimmte der Maßnahme zu.

Wegen der Erschließung des Gewerbegebiets Autobahn und Versorgung in Enthal erläuterte Bergens Bürgermeister Stefan Schneider, dass die Gemeinde das ehemalige Deutz-Grundstück bereits im nächsten Jahr erschließen will. Die Versammlung gab hierfür grünes Licht. Für die Restarbeiten am Hochbehälter Wörglham und Erschließung des Gewerbegebietes Autobahn soll ein Kredit aufgenommen werden.

Hennes informierte die Räte zudem über die Mitte August installierte UV-Anlage in Mühlen, die seither störungsfrei in Betrieb sei. Für die Anschaffung hatte man sich entschieden, weil bei einer routinemäßigen Trinkwasseruntersuchung im Brunnen Mühlen eine Belastung durch relativ seltene Enterokokken festgestellt wurde, woraufhin das Wasser etwa vier Wochen lang gechlort wurde und die Bürger ihr Trinkwasser abkochen mussten. „Die Kosten für die Anlage waren zirka 1500 Euro unter dem Angebot“, so Hennes. Er teilte zudem mit, dass der Antrag zur Schutzgebietserweiterung nach mehrmaliger Vorprüfung durch die beteiligten Ämter im Oktober 2017 eingereicht worden sei und dass die Sanierung des Hochbehälters Wörglham erst 2018 fortgesetzt werde.

Auf Hennes‘ Frage, ob bei einem Notfall – wie heuer – auf die Bauhofmitarbeiter der Gemeinden zurückgegriffen werden kann, um zum Beispiel Flyer zu verteilen, erklärten die Bürgermeister Stefan Schneider (Bergen), Rainer Schroll (Vachendorf), Georg Schützinger (Grabenstätt) und Benno Graf (Chieming) grundsätzlich ihre Zustimmung.

Rege diskutiert wurde über das weitere Vorgehen bei der Sanierung des Gewinnungsgebietes Mühlen. Die Anmerkungen und Vorschläge der Verbandsräte sollen nun zeitnah geprüft werden. mmü

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