Atzing – Das gute Miteinander von Landwirten und Jägern ist der Jagdgenossenschaft von Atzing ein stetes Anliegen. Dies war der Haupttenor bei der Versammlung der Jagdgenossen und Jäger mit Jagdessen im Gasthaus „Stocker“ in Atzing.
Anleinpflicht war wieder Thema
Vorsitzender Hans Rauch, Schriftführer Thomas Mayer und Kassier Franz Zierer informierten aus dem abgelaufenen Jahr. Dazu gehörte ein Dialog mit Zweitem Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster wegen der Anleinpflicht von Hunden in bestimmten Gebieten.
Wenig Wild-Verbiss sei bei einer Waldbegehung zwischen Gaishacken und Prutdorf festgestellt worden und der bis zum 15. Januar geltende Abschussplan mit 50 Stück Rehwild sei jetzt schon fast erfüllt. Im Frühjahr 2018 werde ein neues, dann drei Jahre gültiges Vegetationsgutachten erstellt, das wiederum Grundlage für einen neuen Abschussplan sein wird.
Vorstand Rauch informierte über ein Treffen von Waldbesitzern zum Thema Waldsterben: „Tannen, Buchen und Eichen sind sehr widerstandsfähig, den Fichten setzen Sturm und Käfer allerdings stark zu.“ Dies sollte bei den Waldverjüngungen berücksichtigt werden.
Bauernobmann Konrad Huber junior kündigte an, dass Ende Februar oder Anfang März wieder eine Kiesaktion geplant sei und dass es hierzu für mehrere Gemeinden eine Informationsveranstaltung mit dem Zusatzthema „Düngeverordnung“ geben soll.
Mehrere Füchse an Staupe erkrankt
Namens der Jägerschaft sagte Michael Schlosser senior, dass der Biber an der Prien an mehreren Stellen aktiv sei und dass schon mehrfach Füchse im Revier mit der Krankheit Staupe erlegt worden seien. Die Krankheit sei für Katzen und Hunde ansteckend, weshalb diese geimpft werden sollten.
Sorgen bereitet der Jägerschaft der zunehmende „Freizeitdruck“ in den Wäldern. Ein besonderer Dank von Michael Schlosser galt den Bauern, weil diese mehr Wiesenstreifen an den Waldrändern von Dünger freihalten, was zur Verminderung des Wildverbisses geführt habe.
Abschließend gab Rauch bekannt, dass im nächsten Jahr turnusmäßig wieder Neuwahlen anstehen und er sich dann nach 20 Jahren als Vorsitzender von diesem Amt zurückziehen möchte. hö