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„Alfred, Du lebst das Ehrenamt“

von Redaktion

Was der Truchtlachinger Alfred Eiblmaier ehrenamtlich getan hat, reicht eigentlich für mehrere Leben. Nun wurde er zum Ehrenbürger der Gemeinde Seeon-Seebruck ernannt.

Seeon-Seebruck – Ein Ehrenamt ist nicht selbstverständlich. Man bekommt kein Geld dafür. Man macht es einfach so, weil man gerne etwas für andere tun möchte. Bei Alfred Eiblmaier ist die Liste seiner Ehrenämter lang. Besonders wichtig ist dabei sein Engagement in der Senioren- und Behindertenarbeit in der Gemeinde. Für seine Verdienste ernannte ihn nun Bürgermeister Bernd Ruth unter Applaus des Gemeinderats zum Ehrenbürger.

Sich ehrenamtlich zu engagieren ist für den 71-Jährigen selbstverständlich. Im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung sagte er, er habe sich gefreut und es sei eine schöne Anerkennung, er nehme die Urkunde jedoch stellvertretend für alle, die sich ehrenamtlich einbringen, in Empfang. Es gebe viele Menschen, die sich engagieren und insbesondere im Hintergrund agieren. Sei es in der Pflege oder aktuell in der Flüchtlingsarbeit.

Alfred Eiblmaier ist ein waschechter Truchtlachinger. Er wurde 1946 beim „Viehhauser“ geboren, studierte in Benediktbeuern Sozialpädagogik und in München Theologie. Von 1974 bis zu seiner Pensionierung 2006 arbeitete er in der Stiftung Attl, zunächst als Bereichsleiter und ab 1981 als Leiter der Einrichtung. In den 25 Jahren war er maßgeblich an der Weiterentwicklung der Behinderteneinrichtung beteiligt und engagiert sich auch heute noch für die Stiftung; zum Beispiel in der von ihm mitbegründeten Förderstiftung und im Betreuer-Beirat. Darüber hinaus bekleidete er auch Ämter in überregional kirchlichen Verbänden.

Neben seinen beruflichen und nebenberuflichen Aufgaben hat er nie seine Heimat vergessen. Eiblmaier spielt mehrere Instrumente und war 40 Jahre Organist in der Pfarrei Truchtlaching. Wenn an der Orgel Not am Mann ist, hilft er auch heute noch aus. Seit zehn Jahren ist er auch Schriftführer im VdK-Ortsverband.

Vor allem liegen ihm die Menschen am Herzen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen aber auch Ältere, die Hilfe brauchen. Schon als Gemeinderat (2008 bis 2014) und offizieller Senioren- und Behindertenbeauftragter hat er sich stets für sie stark gemacht. Eiblmaier geht mit offenen Augen durch die Gemeinde und setzt sich dafür ein, „Stolperstellen“ zu beseitigen. Dabei verliere er nie die Bodenhaftung, würdigte Ruth das Engagement Eiblmaiers. Es sei nicht die Ansammlung seiner Ehrenämter, sondern vielmehr die Tatsache, dass er die Bodenhaftung beibehalten habe, sagte Ruth. „Das ist Anlass, dass die Gemeinde sagt, auf des san ma stolz. Alfred, Du lebst das Ehrenamt.“

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