Ortstermin in der Neugartenstraße

von Redaktion

Noch unklar, ob neue Häuser höher werden

Prien – Ein Eigentümer will sein Grundstück in der Neugartenstraße teilen, um ein zusätzliches Haus mit sechs Meter hohen Wänden und einem 8,62 Meter hohen First bauen zu können.

Nun wollte der Bauherr vom Bauausschuss des Gemeinderats und der Verwaltung wissen, ob die geplante Erschließung über eine Privatstraße gesichert und das Vorhaben planungsrechtlich zulässig sei, erläuterte Bauamtsleiter Thomas Lindner in der jüngsten Sitzung den Grund für die Voranfrage.

Die geplante Firsthöhe übersteige deutlich die der Nachbarhäuser. „Wollen wir neues Baurecht setzen, ja oder nein?“, fasste Bürgermeister Jürgen Seifert die mögliche Folge einer Genehmigung zusammen, wenn ein Präzedenzfall geschaffen würde, auf den sich folgende Antragsteller berufen könnten.

Michael Anner (CSU) gab auch zu bedenken, dass in der näheren Umgebung alle Häuser wesentlich niedriger seien. Er sehe die Gefahr, dass sich bei einer Genehmigung das gesamte Gebiet ändere. Seifert gab ihm recht und erinnerte an die ähnliche Diskussion um ein Vorhaben im Gries. Er sei auch der Meinung, dass auf dem Grundstück genügend Platz sei, um nicht in die Höhe gehen zu müssen.

Gabriele Rau (Grüne) widersprach. Es gebe dort bereits einige Häuser, die höher seien.

Seifert fasste zusammen, dass es um die grundsätzliche Frage gehe: „Sind wir bereit, beim Bauen weiter in die Höhe zu gehen?“

Auch Gunther Kraus (CSU) bekannte, hin- und hergerissen zu sein. Das Gebiet vertrage seines Erachtens eine Erweiterung, es solle ja auch neuer Wohnraum geschaffen werden. Aber die Gemeinderäte müssten aufpassen, dass dies nicht aus dem Ruder laufe, weshalb er einen Ortstermin vorschlug.

Das hatte zur Folge, dass die vorliegende Anfrage aus formellen Gründen abgelehnt wurde, was aber keine grundsätzliche Absage sei, relativierte Seifert. Das Gremium werde sich dieses Gebiet im Frühjahr genauer anschauen. wp

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