Gemeinderat

Weiter in den roten Zahlen

von Redaktion

Rat beschließt Stammkapital-Erhöhung für die Fernwärmeversorgung Grabenstätt-Süd

Grabenstätt – Aktuell 26 Anwesen versorgt die 2012 installierte gemeindliche Fernwärmeversorgungsanlage – darunter die Grundschule, die Turn- und Mehrzweckhalle, den Pfarrkindergarten, den Pfarrhof, das Vereinsheim, das Musikheim, das Rathaus und das Kreisaltenheim. Doch wirtschaftlich trägt sich das Kommunalunternehmen bisher nicht.

Da die Anwesen Tüttenseestraße 7a und 7d entgegen der Absichtserklärung immer noch nicht angeschlossen sind, sei die Fernwärmeversorgung Grabenstätt-Süd in einer „finanziell angespannten Lage“, obwohl die fiktive Gesamtberechnung zeige, dass die Anlage durchaus kostendeckend arbeiten könnte, so Bürgermeister Georg Schützinger in der Gemeinderatssitzung.

Man fahre Verluste ein, die so nicht zu erwarten waren. Die jährlichen Abschreibungen von rund 50000 Euro könnten derzeit nicht durch Verkaufserlöse erwirtschaftet werden. „Der niedrige Wärmepreis tut uns natürlich zusätzlich weh“, so Schützinger.

Um in Zukunft nicht in Liquiditätsprobleme zu geraten, hat sich der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens unter dem neuen Vorsitzenden Siegfried Wesselak Gedanken gemacht, wie man die schwierige Lage bis zum Anschluss weiterer Anwesen am besten meistern könnte. Letztlich entschied man sich dafür, das Stammkapital von 25000 auf 100000 Euro zu erhöhen. Die Ratsmitglieder segneten die geänderte Unternehmenssatzung einstimmig ab.

Auf die Frage von Maximilian Wimmer (CSU), ob es geplant sei, weitere Abnehmer anzuschließen, meinte Schützinger: „Alles, was gegangen ist, haben wir angeschlossen. Wir werden aber weiter dafür werben“. Man müsse den Bürgern besser vermitteln, dass man mit einem Anschluss an die Fernwärmeversorgung auch Kosten sparen kann, gab Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe) zu bedenken. So erübrigten sich die laufenden Kosten für einen Heizkessel, den Kundendienst und den Kaminkehrer. Auch der frei gewordene Heizraum könne anderweitig genutzt werden. Als positiven Effekt stellte Schützinger weiter fest, dass die Fernwärme jährlich 230000 Liter Heizöl ersetzt. mmü

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