Traunstein – Der Kreisgruppe gehören momentan 1964 Mitglieder an. Im Laufe des Jahres sollen aktiv Mitglieder geworben werden, so Weiß. Denn die Mitgliedsbeiträge seien die Basis für die Aktivitäten der Kreisgruppe.
Beim Ochsenmoos, so Weiß, ist bereits soweit renaturiert, dass dieses Jahr kartiert werden kann, welche Pflanzen- und Tierarten dort nun vorzufinden sind. In Paulöd könne mit den Baggerarbeiten begonnen werden, wenn die Hütte vollständig entfernt ist. Danach kann der Bach wieder frei fließen. Die Salzach solle wieder renaturiert werden, damit sie wieder mehr mäandern kann. Doch hätten findige Unternehmer dadurch die Chance gesehen, gleich Wasserkraftwerke miteinzubauen, wodurch der Durchfluss unterbrochen werde und was negative Auswirkungen auf den natürlichen Verlauf habe.
Da die Bereiche in der Ortsgruppe immer vielfältiger würden, solle die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden. Dafür werden Stellenbeschreibungen erarbeitet, damit sich interessierte Helfer ein Bild über die anfallenden Tätigkeiten machen können, meinte der Vorsitzende. Durch aktive Mitgliederwerbung sollen sich nicht nur die Mitgliedsbeiträge für die Kreisgruppe erhöhen, sondern auch Mitglieder akquiriert werden, die sich aktiv einbringen.
„Füttern sie wenn es ihnen Spaß macht!“, sagte Landesvorsitzender Schäffer. Den Vögeln tue es nicht weh, und schön sei es, wenn der Garten den Lebensraum für Vögel bildet. Was jedoch bei einem Garten mit weißen Steinen auf schwarzer Plastikfolie problematisch sei, so der Landesvorsitzende.
Für ihn sei ein Umdenken in der Agrarstruktur erforderlich. Der Landwirt müsse für seien multifunktionalen Aufgaben mehr entlohnt werden und nicht nur für immer mehr Produktion. Zum Thema Wolf meinte er, dass der Wolf kommen wird, und im Gebirge durchaus Schwierigkeiten machen kann. Schutzhunde gehen nach Ansicht von Schäffer nur dort, wo nicht zu viel Tourismus ist. Er sei hier pragmatisch, und wenn der Wolf Schutzvorrichtungen überwindet, müsse man auch dagegen vorgehen können.
Die Geschäftsstellenleiterin Sabine Pröls erläuterte kurz die möglichen Varianten der Salzach-Renaturierung mit und ohne energetische Nutzung im Tittmoninger Becken. Durch die notwendigen Verbauungen bei einer Nutzung der Wasserkraft würde die Fließgeschwindigkeit reduziert, was für den Flusslauf ein Problem wäre. Die Entscheidung für eine energetische Nutzung oder der naturnahen Sanierung mit Aufweitung fällt ihrer Ansicht nach noch in diesem Jahr.
„Wir kämpften alle dafür, dass weniger Flächen verbaut werden“, sagte Dr. Thomas Graf als Vertreter der Stadt Traunstein. Und hier sei es ihm wichtig, dass die kleinen Tiere und Insekten wie die Bienen geschützt werden. Landtagsabgeordnete Gisela Sengl meinte, dass es kein lärmendes Vogelgezwitscher mehr gibt. Es könne aber noch was gemacht werden, dass sich das wieder ändert und wieder eine Artenvielfalt und Artenmassen erreicht werden.