Zertifizierung geplant

von Redaktion

Gemeinde will Premiumwanderwege schaffen – Projekt

Bernau – „Nicht mehr im Frühtau zu Berge“, sondern eher am späten Vormittag zieht es Wanderer in die Berge. Diesen „neuen“ Trend wollen Kommunen und Verbände aufgreifen. In einem Leader-Projekt möchten sie „Premiumwanderwege“ schaffen – und Bernau ist mit dabei.

Zusammengeschlossen haben sich elf Kommunen aus dem Landkreis Rosenheim und 19 aus dem Nachbarlandkreis Traunstein, die drei lokalen Leader-Aktionsgruppen (LAG) Chiemgauer Alpen, Chiemgauer Seenplatte und Mangfalltal-Inntal sowie die beiden Tourismusverbände Chiemsee-Alpenland Tourismus als Projektpartner und Chiemgau Tourismus als Projektträger. Das von der EU gefördert Projekt lautet „Wanderpotenziale – Premiumwanderprodukte“.

Christoph Osterhammer, der Leiter der Tourist-Info in Bernau, erläuterte im Tourismusausschuss des Gemeinderates das Projekt. Jochen Beckert vom Deutschen Wanderinstitut mit Sitz in Marburg habe Wanderwege in der Region erkundet und bei einer Besprechung in Traunstein seine Zwischenergebnisse präsentiert. Die über 80 vorgeschlagenen potenziellen Wanderwege umfassten die gesamte Region vom Mangfalltal bis über Traunstein hinaus. Für Bernau kämen drei Wanderungen in Frage: die See-, die Berg- und die Moortour.

Die Seetour verbinde die Gemeinden Bernau und Prien, so Osterhammer, mit dem Schiff könne man dann wieder an den Ausgangspunkt zurückfahren. Einzige Schwachstelle sei, dass über 1,8 Kilometer Wegstrecke asphaltiert seien. Für eine Zertifizierung dürften es aber nur 1,4 Kilometer sein. Man sei hier aber, so Osterhammer, schon mit Prien im Gespräch.

Kurs auf See-,

Berg- und

Moortour

Als Bergtour rund um Bernau komme der Wanderweg rund um den Reifenberg in Betracht. Georg Bauer (BL) mahnte an, dass Kraimoos schon jetzt immer zugeparkt sei. Jakob Müller (CSU) stellte einen kleinen Umweg über Aufing vor. Dort gebe es ja auch ein Café.

Osterhammer griff diese Ideen auf. Er werde sie, wie er sagte, bei der nächsten Besprechung im Oktober anbringen. Mit Parkmöglichkeiten am Golfplatz und Hinweisschildern auf die lokale Gastronomie in Aufing werde das sicher ein gelungener Wanderweg.

Die Moortour erstrecke sich auf rund 6,8 Kilometern durch das Achental Richtung Süden. Müller fand, dass es schade sei, führe doch das letzte Stück bei dem vom Deutschen Wanderinstitut vorgeschlagenen Weg in Bernau an der Bahn entlang. Da müsse man noch eine Alternative finden. Auch diese Anmerkung werde er weiterleiten, versprach Osterhammer.

Der Tourismusausschuss stellte sich hinter die Pläne, die drei Wanderwege zertifizieren zu lassen. re

Artikel 1 von 11