Bernau – Die Schwimmabteilung des Turn- und Sportvereins Bernau (TSV) bleibt unter der Leitung von Abteilungsleiter Matthias Vieweger: Er wurde in der Jahresversammlung ebenso bestätigt wie seine Stellvertreter Sabine Stettner und Jochen Aumüller und Kassier Georg Pfanzelt.
Als Schriftführerin folgt Monika Bäuerl-Knoll auf Martin Berwanger. Beisitzer sind Tanja Aumüller, Christoph Fromm, Alexander Okon und Uwe Linner. Matthias Riepertinger ist neuer Kassenprüfer.
TSV-Vorsitzender Dr. Ansgar Schwirtz gratulierte der Schwimmabteilung zu ihren vielen Aktivitäten – vom Trainingsbetrieb im Hallenbad über Wettschwimmen bis zu besonderen Veranstaltungen wie dem Chiemsee Eiskönig.
Mit 399 Mitgliedern seien die Schwimmer weiterhin die zweitgrößte TSV-Abteilung. Schwirtz hob hervor, dass Kinder und Jugendliche zwei Drittel der Mitglieder ausmachen.
Den Nachwuchs stellte auch Abteilungsleiter Vieweger in den Mittelpunkt seines Jahresrückblicks. 25 Übungsleiter und Helfer kümmern sich wöchentlich um fast 200 Kinder und Jugendliche, engagieren sich bei den Baby-, Kleinkinder- und Schwimmkursen. Dass das Schwimmen-Können lebensnotwendig ist, habe ein Vorfall im Sommer im Strandbad gezeigt, als eine 14-Jährige ein Mädchen vor dem Ertrinken rettete (wir berichteten). In einem Schwimmkurs des TSV habe dieses Mädchen mittlerweile Schwimmen gelernt – ebenso wie weitere 100 Kinder in 16 Kursen.
Finanzen bereiten große Sorgen
Neben den üblichen jährlichen Aktivitäten bedeutete die dritte Auflage des „Chiemsee Eiskönig“ mit über 70 Teilnehmern eine große Kraftanstrengung.
Vieweger ging jedoch auch auf Schattenseiten ein. Zur Durchführung der Baby- und Kleinkinderschwimmkurse fehlen dringend erfahrene Übungsleiter. Auch die Finanzen bereiten ihm große Sorgen. So müsse die Schwimmabteilung Reserven auflösen, um das Jahresdefizit abdecken zu können. Dies führte der Abteilungsleiter weitgehend auf die gestiegenen Forderungen der Gemeinde bei der Hallenbadbenutzung zurück. Er kritisierte, dass auch Schwimmzeiten mit Kindern und Jugendlichen wie die Vereinsmeisterschaft in Rechnung gestellt worden sind. Hier forderte er ein positives Signal der Gemeinde, „die nicht nur ein hohes Lied auf die Vereine, das Ehrenamt und insbesondere die Jugendarbeit singen darf, sondern dies auch im konkreten Handeln zeigen und würdigen müsste“.
Für die Pfingstferien kündigte der Abteilungsleiter einen weiteren Freundschaftsbesuch zusammen mit den Priener Schwimmern nach Graulhet an. Über 30 Jugendliche hätten sich dafür bereits angemeldet.