Prien – Eine große Trauergemeinde fand sich in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und auf dem Priener Friedhof ein, um von Käthe Schlichter Abschied zu nehmen. Sie war im Alter von 82 Jahren verstorben.
Käthe Schlichter wurde in München geboren und kam in den Wirren der Kriegszeit nach Prien und wurde im Ortsteil Gries sesshaft. Nach der Schule kam sie als Steuerfachgehilfin in die damalige Steuerkanzlei Hoffmann.
1959 ehelichte sie den Priener Alois Schlichter, der mit 47 Jahren im Oktober 1976 früh verstarb. Aus der Ehe gingen drei Kinder und fünf Enkel hervor.
Über den Tod ihres Mannes hinaus war Käthe Schlichter als Buchhalterin und später als Geschäftsführerin in der Kfz- und Landmaschinenwerkstatt Schlichter tätig. Für Hobbys blieb wenig Zeit. Erst später, als die Kinder größer waren, konnte sie sich an Bergtouren, Theater- und Opern-Besuchen sowie Kulturreisen erfreuen.
Besonders gerne ging sie fast täglich im Sommer frühmorgens ins Schraml-Bad zum Schwimmen.
Die Verstorbene pflegte einen großen Freundeskreis und war, wie Pfarrer Peter Bergmaier beim Requiem herausstellte, eine liebenswerte und stets hilfsbereite Persönlichkeit, die allerdings nicht selbst im Mittelpunkt stehen wollte.
Käthe Schlichter war aktives Mitglied beim Katholischen Frauenbund, beim Kulturförderverein sowie beim Obst- und Gartenbauverein Prien. Die Trauerfeier in der Pfarrkirche gestalteten musikalisch und mit Gesang Kirchenmusiker Bartholomäus Prankl, Irmingard Schütz, Monika Wallner-Grutsch, Andreas Grutsch und Rupert Schäffer. Auf dem Friedhof spielten Erich Gawlik und Elisabeth Schelzke Bläserweisen. hö