Ausgezeichnet

Großes Engagement im Katastrophenfall

von Redaktion

Freiwillige Feuerwehr Schleching verzeichnet Verdopplung der Einsatzstunden

Schleching – Der am 13. Janura für Schleching ausgerufene Katastrophenfall und die Räumung des Ortsteils Raiten wegen Lawinengefahr waren die beherrschenden Themen bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schleching im Gasthof Geigelstein.

Bürgermeister Josef Loferer lobte alle Beteiligten, die sich weit über das normale Maß hinaus für den Schutz von Leib und Leben engagiert hatten, und zeigte sich erfreut, dass Schleching eine so gut ausgebildete Mannschaft hat. Diese setzte sich nicht nur für die Nächstenhilfe ein, sondern zeigte auch eine perfekt organisierte Teamarbeit und Mannschaftsleistung.

Die Entscheidung für das neue Feuerwehrfahrzeug sei aus seiner Sicht richtig gewesen, denn es habe im Katastrophenfall gute Dienste geleistet. „Da ist jeder Euro gut angelegt für unsere Sicherheit“, erklärte Loferer. Erster Kommandant Timo Kleinschroth betonte, dass die Entscheidung zur Räumung von Raiten aufgrund der unsicheren Lage richtig gewesen sei.

Er erinnerte an die vielen Helfer, die es zum Teil schwierig gemacht hätten, die Arbeit der Einsatzkräfte richtig zu strukturieren. Geärgert habe er sich über uneinsichtige Bürger, die sogar beleidigend wurden.

In seinem Bericht informierte Kleinschroth über die Lage der Schlechinger Feuerwehr, die aktuell 44 aktive Mitglieder hat und damit drei mehr als im Vorjahr. Dazu zählen elf Atemschutzgeräteträger und vier Gruppenführer. Der Altersdurchschnitt der Aktiven liegt bei rund 31 Jahren, die Tageseinsatzstärke bei neun Mann. Von 178 auf 183 angewachsen ist die Zahl der Fördermitglieder.

Das volle Engagement der Aktiven forderte die Weiterbildung mit 27 Feuerwehrund neun Belastungsübungen, Lehrgänge für Sprechfunkt, THL, MTA und Digitalfunk. Dazu kamen drei Gemeinschaftsübungen mit Kössen, Marquartstein und Unterwössen und die Absolvierung von neun Leistungsabzeichen in technischer Hilfeleistung.

Insgesamt absolvierten die Schlechinger Floriansjünger 1066 Übungsstunden (Vorjahr: 1167). Mehr als verdoppelt hat sich gegeüber dem Vorjahr die Zahl der Einsatzstunden mit einem Anstieg von 1006 auf 2213. Die Gesamt-Einsatzzeit, die von der Feuerwehr Schleching geleistet wurde, betrug 3279 Stunden. Insgesamt wurden 32 Einsätze absolviert.

An die vielseitigen Vereinsaktivitäten erinnerte in Vertretung Simon Mauracher, während Jugendwart Markus Mauracher von reger Übungstätgkeit bei den acht Jung-Feuerwehrlern erinnerte. Kassier Florian Pfisterer gab einen ausgeglichene Kassenbericht ab.

Kreisbrandinspektor Georg König ging auf das Thema „Gewalt gegen Einsatzkräfte“ und deren Ahndung ein und regte für Schleching an, noch weitere Atemschutzgeräteträger ausbilden zu lassen.

Ehrung für lange Mitgliedschaft

Zusammen mit Bürgermeister Josef Loferer ehrte Kreisbrandinspektor Georg König verdiente Feuerwehrler aus Schleching für ihre langjährige Treue:

Eine Ehrung für zehn Jahre Mitgliedschaft erhielten Felix Baumgartner, Markus Mauracher und Simon Mauracher. Für 35 Jahre wurde Sepp Pfaffinger geehrt. Die längste Mitgliedschaft verzeichnete mit 50 Jahren Bernhard Tausendpfund, der dafür bei einem Ehrenabend im Landratsamt Traunstein feiern konnte. Bürgermeister Josef Loferer bedankte sich bei allen Geehrten für die vielen Arbeitsstunden, die sie in der Freizeit geleistet haben.

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