Traunstein – Die Überreichung der Abiturzeugnisse machte es für 118 junge Leute amtlich: Sie haben das Abitur geschafft. Noah Dorman, Lea Kovatsch und Felix Richter sogar mit der Traumnote 1,0. Felix Richter hat zudem die Möglichkeit, in die Maximilianeumsstiftung aufgenommen zu werden. Mehr als ein Drittel der Abiturienten hatte eine Eins vor dem Komma.
„Auf euer Ergebnis könnt ihr alle stolz sein“, so Schulleiter Klaus Kiesl. Das Abitur, so erklärte er, sei eine optimale Startchance für das weitere Leben. „Egal wo im Beruf und im Leben jeder Einzelne von Euch landen wird, Ihr werdet Einflussmöglichkeiten haben und nicht ohnmächtig sein“.
Prägende Generation der Zukunft
Die Schule habe sich zudem bemüht, nicht nur Fachinhalte zu vermitteln, sondern gleichzeitig „Herz und Charakter zu bilden“. Denn ohne Herzensbildung sei das Leben auch in der reichsten Gesellschaft arm. Selbstbewusstsein, Analysefähigkeit, Fachkompetenz, Kommunikations- und Teamfähigkeit seien notwendig, um in einer Welt, die sich in tiefem Umbruch befinde, zu bestehen. Die Abiturienten von heute seien „die prägende Generation der nächsten Jahrzehnte“. Sie würden alle gebraucht, um in verantwortungsvollen Positionen die Zukunft mit zu gestalten.
„Der Weg in die Freiheit beginnt heute“, meinte Oberstufenkoordinator Diether Thumser. Mit der allgemeinen Hochschulreife bekomme jeder die Freiheit, jeden gewünschten Weg einzuschlagen. Freiheit sei jedoch, nicht das zu tun, worauf man Lust hat, sondern das zu tun, was sinnvoll ist.
Dicker Brocken im Steinbruch des Lebens
Mit dem Begriff des „Bruches“ spielte Elternbeiratsvorsitzender Sebastian Ring. Im „Steinbruch des Lebens“ sei dieser Tag für die Abiturienten ein großer Brocken. Nach der Schulzeit folge nun der „Aufbruch“ in Studium und Ausbildung, und für viele auch der „Ausbruch“ aus dem Elternhaus und dem Chiemgau. Er sei überzeugt, so Ring, dass jeder den „Durchbruch“ ins Berufsleben schafft und gerüstet ist, um die „Wolkenbrüche“ des Lebens zu überstehen.
Ludwig Harkotte, Vorsitzender des Fördervereins, ermutigte die Abiturienten, das großartige Gefühl des Schulzeitendes auszukosten. Er dankte allen, die die Arbeit der Fördervereine unterstützen und wünschte sich auch für die Zukunft einen starken Zusammenhalt der „ChG-Familie“.
Die zurückliegenden acht Jahre ließen Carolina Lackner und Felix Richter als Vertreter des Abiturjahrgangs aus Sicht der Schüler Revue passieren. „Ganz schön groß sind wir geworden“, meinte Carolina Lackner. 2011 waren 135 Schüler in die 5. Klasse eingestuft worden. Richtig ernst sei es für alle in der 10. Klasse geworden, als plötzlich alles auf das Abitur hinging.
Trotz Stress und Lernen gab es auch viel Schönes, so Felix Richter: Klassenfahrten, Tanzveranstaltungen, Fußballspiele, Faschingsfeiern. Ein Imagefilm belegte den Spaß und die Freude, die die Schüler bei solchen Unternehmungen miteinander hatten.
Im Namen aller Abiturienten bedankten sich die Jahrgangsvertreter bei den Eltern, bei Schuldirektor Klaus Kiesl, Oberstufenkoordinator Diether Thumser, den Sekretärinnen und Hausmeistern für jede Art der Hilfe und Unterstützung. „Wir behalten die Schulzeit in guter Erinnerung“; versprachen sie.
Auszeichnung für besondere Leistungen
Neben den Einser-Abiturienten ehrte Schulleiter Kiesl weitere Schüler für herausragende Leistungen in bestimmten Bereichen. Josef Ott erhielt den Abiturpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, Jonas Stein den der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und einen von bayernweit zehn Physik-Seminarpreisen der Ludwig-Maximilian-Universität-München, Noah Dormann den Abiturpreis des Spektrum-Verlags. Den Bio-Zukunftspreis 2019 bekam Lea Kovatsch. Sophia Huber erhielt für ihre Leistungen im Abiturfach Religion den Preis der Erzdiözese München und Freising, Christian Frenzel wurde vom Altphilologenverband für seine Leistungen in Latein geehrt.
Landrat lädt zwei zum Wirtschaftsempfang
Aaron Woyke konnte sich über den Abiturpreis des Vereins für Sozialpolitik für sein Engagement im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich freuen. Philip Haitzer und Thomas Sedlmeyr, die beim Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ im Bereich Technik/Informatik den dritten Preis holten, werden von Landrat Siegfried Walch zum Wirtschaftsempfang des Landkreises eingeladen. 13 Schüler wurden für ihr besonderes Engagement im Schulleben geehrt.