Breitbrunn – Der wichtigste Punkt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Breitbrunn war das Projekt einer grundlegenden Sanierung der Rosenstraße und Entlastungsmaßnahmen für Regenwasser-Ableitung im Dorfgebiet. Der Gemeinderat einigte sich einstimmig für diese Maßnahme mit geschätzten Gesamtkosten von rund 470000 Euro. Sie soll 2020 durchgeführt werden.
Der Auftrag für eine Planung wurde in der nichtöffentlichen Sitzung dem Ingenieurbüro Pichler & Klingenmeier aus Bernau vergeben. Diplom-Ingenieur Peter Klingenmeier erläuterte die Sanierungsmaßnahme. So muss auf der rund 260 Meter langen Straße, die am Ortseingang von der Staatsstraße abzweigt und bis zum Nelkenweg führt, die schadhafte Trinkwasserleitung neu verlegt werden. Ebenso muss der Regenwasserkanal erneuert werden. Gleichzeitig soll der dortige Straßenbereich mit einer neuen Führung des Regenwasserkanals entlastet werden. Der Abfluss des Regenwassers soll nicht mehr in den Mühlbach, dessen Ausfluss vom Dorfweiher in den Chiemsee führt, sondern in Richtung Westen mit einer neuen Leitung in den dort bestehenden Bach geführt werden und damit ebenso in den Chiemsee laufen.
Kopfzerbrechen machte dem Gremium die politische Vorgabe, dass beim Verlegen von Kanälen auch Glasfaser-Leerrohre für den Breitbandausbau mit verlegt werden sollen. Während Einverständnis bestand, dass für den bereits genehmigten Telekom-Ausbau in der Rosenstraße zwei Leerrohre mitverlegt werden, wurden vier zusätzliche Leerrohre nach dem Master-Förderplan die einen Anschluss bis zum Haus ermöglichen sollen, abgelehnt. Die Kosten dafür würden sich allein auf 40 000 Euro belaufen und es gäbe, so wurde vom Breitband-Paten Karl Heitauer von der Verwaltung mitgeteilt, derzeit noch keine Förderung. In einem Seitenbereich der Straße soll jedoch für die Leerrohre ein Platz freigehalten werden. Dieser soll die Verlegung von Glasfaserkabel zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen.
Nach der Kanalverlegung soll die Rosenstraße verkehrsberuhigt ausgebaut werden. Ausgegangen werde von einem Fahrstreifen von 4,25 Metern zuzüglich Bankette und Entwässerungsmulden, sodass es eine Fahrbahnbreite von 5,75 Metern für den, Ausbau ergeben werde, wurde erläutert.
Das Gremium hoffte, das die fertige Planung des Ingenieurbüros für die Rosenstraße noch in diesem Jahr dem Gremium vorgelegt und anschließend die Ausschreibung für die Bereiche, Straßenbau, Regenwasserkanal, Wasserleitungsbau und Leerrohrverlegung erfolgen könne.th