Kein Nachfolger für Vorsitzenden Emil Huber

von Redaktion

Krieger- und Soldatenkameradschaft Schleching ist jetzt ein „ruhender Verein“

Schleching – Einen Rückblick auf das vergangene Jahr hat Emil Huber, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK), bei der Jahreshauptversammlung gegeben. Er nannte viele Termine, wie zum Beispiel die Gauversammlung und die Wallfahrt nach Maria Eck, welche der Schlechinger Verein ausgerichtet hatte.

Diverse Beteiligungen an Gauversammlungen, Kriegerjahrtagen und Jahreshauptversammlungen füllten ebenso den Terminkalender.

Genau 184
Mitglieder

Im Zuge der Erwähnung der Wallfahrt nach Maria Klobenstein in Kössen begrüßte Huber auch den Obmann Martin Gründler, Hans Schwendner und Toni Brav, die aus Kössen vom Kameradschaftsbund gekommen waren.

Kassier Ludwig Schlagbauer verlas einen ausgeglichenen Kassenbericht und gab die aktuelle Mitgliederzahl mit 184 bekannt. Die Sammlung für die Pflege der Kriegsgräber ergab einen Betrag von 454 Euro (Schleching und Raiten), welcher an den Volksbund der Kriegsgräberfürsorge abgeführt wurde.

Nach 19 Jahren als Vorsitzender der KSK legte Emil Huber sein Amt aus persönlichen Gründen nieder. Es war für ihn eine emotionale Angelegenheit. Er ist seit 52 Jahren Mitglied und dem Verein stets eng verbunden. Seine Vorstandskollegen übergaben ihm als Dank eine Urkunde und einen Geschenkkorb für die langen Jahre Engagement.

Angekündigt hatte Huber diesen Schritt schon vor zwei Jahren und seitdem lief die Suche nach einem Nachfolger. Auch Bürgermeister Josef Loferer berichtete, dass er in vielen Gesprächen intensiv versucht hat, Bewerber als Nachfolger für den Vorsitzenden zu finden.

So kam es, dass sich bei der Neuwahl kein Bewerber für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung stellte. Auch der übrige Vorstand hatte signalisiert, nicht weitermachen zu wollen.

Wahlleiter Loferer forderte die anwesenden Mitglieder auf, zur Auflösung des Vereins abzustimmen. Es waren 13 Stimmen dafür und zehn dagegen. Da laut Satzung für die Auflösung eine Mehrheit von neun Zehntel der anwesenden Mitglieder stimmen muss, kam die Auflösung nicht zustande.

Heimatpfleger Hartmut Rihl wies darauf hin, dass der KSK als ältester Verein Schlechings seit 1859 besteht und somit ein Traditionsverein sei.

Andi Hell, Vorsitzender des Trachtenvereins, bedauerte die Situation. Er bot als „kleine Lösung“ an, dass der Trachtenverein das gedankliche Gut und das Mahnende des Vereins weitertragen kann, indem die KSK-Fahne bei entsprechenden kirchlichen Anlässen, wie zum Beispiel bei der Wallfahrt zum Klobenstein getragen werde. Obmann Gründler aus Kössen begrüßte die Lösung und betonte die immer gute und freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem KSK Schleching. Hell rief die Mitglieder, die gegen eine Auflösung gestimmt hatten, auf, nochmal in sich zu gehen, um neue Kandidaten zur Weiterführung des Vereins zu finden.

Bürgermeister Loferer verkündete, dass die Krieger- und Soldatenkameradschaft jetzt ein „ruhender Verein“ sei und im Rathaus eine Liste für eventuelle Kandidaten ausgelegt werde. wun

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