Bernau – Ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung nominierten die Mitglieder des Vereins Bernauer Liste den amtierenden Bürgermeister Philipp Bernhofer zu ihrem Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl. Ebenso einstimmig verlief die Wahl aller 20 Kandidaten einschließlich zweier Ersatzkandidaten für den Gemeinderat.
Harmonisch und freundschaftlich war die Atmosphäre in der Aufstellungsversammlung, zu der Vereinsvorstand Roland Hinke zahlreiche Teilnehmer begrüßte. Als Wahlvorstand führte Doris Bernhofer souverän und mit großer Sorgfalt durch die vorgegebenen Regularien.
Ziel: Konkrete
Verbesserungen
In der Vorstellungsrunde skizzierten alle anwesenden Kandidaten für den Gemeinderat ihre Ziele und Motive für ihr kommunalpolitisches Engagement. Wie ein roter Faden zog sich das Anliegen durch die Beiträge, dass es in einem Ort wie Bernau nicht darum gehe, irgendwelche parteipolitischen Profilierungen auszuleben. Es gehe vielmehr um konkrete Verbesserungen für Bernau – an der Sache und den gegebenen Rahmenbedingungen orientiert. Viele begründeten ihre Kandidatur mit dem Wunsch, dass Bernhofer seine erfolgreiche Arbeit in dem ihm eigenen faktenorientierten, sachlichen Arbeitsstil fortsetzen müsse.
Anschließend wurde die Liste der 20 Gemeinderatskandidaten, darunter sechs Frauen, ohne Gegenstimme oder Enthaltung, bestätigt.
Im zweiten geheimen Wahlgang stellte sich Bernhofer als einziger Bewerber für das Bürgermeisteramt der Abstimmung. Er hatte bereits vor Wochen seine erneute Kandidatur öffentlich bekannt gegeben.
Seine Ziele könne man mit der Überschrift „Mit Erfahrung und Weitblick für Bernau“ zusammenfassen. Erfahrung in der Leitung einer Verwaltung und bei der Zusammenarbeit mit übergeordneten Behörden oder Nachbargemeinden sei ein wesentlicher Vorteil, den er nach sechs Jahren im Bürgermeisteramt einbringen werde.
Zum Teil leidvoll habe er allerdings erfahren müssen, wie zäh und zeitaufwendig sich manche Vorhaben gestalten. Umso wertvoller sei es, ohne „Anlernphase“ und ohne Unterbrechung bereits laufende Projekte weiter voranbringen zu können. Dies gelte auch für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Unternehmern, wie der Geschäftsführung der Firma Herecon, deren Hotelprojekt auf dem Hitzelsberg in enger Abstimmung mit der Gemeinde auf einen weiterhin guten Weg gebracht werden müsse.
Das Thema Weitblick manifestiere sich in der bereits 2015 von ihm angestoßenen Aufnahme in das Städtebauförderprogramm, das nun weitere Vorhaben – sei es im Chiemseepark Bernau-Felden oder im künftigen Bernauer Park – wesentlich leichter finanzieren lasse. In beiden Fällen gehe es aber darum, die Attraktivität dieser einzigartigen Areale sehr behutsam weiterzuentwickeln.
Nach der einstimmigen Nominierung bedankte sich Bernhofer bei allen Kandidaten. Er freue sich, dass Michaela Leidel und Georg Bauer mit ihren Kompetenzen in den Bereichen Kultur und Bauwesen sich erneut für den neuen Gemeinderat zur Verfügung stellten. Auf den vorderen Plätzen sei die Kandidatur von Christine Paulus aus Weisham und Willi Schellmoser ein besonderer Gewinn.
20 Leitlinien für jeden
einsehbar im Internet
Ein großer Dank ging an Hansjörg Decker, der nach fast 25 Jahren im Gemeinderat leider nicht mehr kandidiere und der Gemeinde mit seiner „wortgewaltigen Stimme“ sehr fehlen werde. Abschließend erinnerte Bernhofer daran, dass die Bernauer Liste ihre „20 Leitlinien für eine nachhaltige Gemeindepolitik“ kontinuierlich weiterentwickelt habe und im Internet für jeden nachlesbar zur Verfügung gestellt habe.