„Junge Menschen müssen für die Musik begeistert werden“

von Redaktion

Jahreshauptversammlung des Musikvereins Schleching – Musikkapelle und Achental-Swing suchen Verstärkung

Schleching – Bei den Vorstandswahlen im kommenden Jahr sollte über eine Neubesetzung seines Amtes nachgedacht werden, betonte Rudi Ritter, Vorsitzender des Schlechinger Musikvereins in der Jahresversammlung im Landgasthof „Zur Post“. Beruflich sei er sehr eingespannt, und sein Zeitproblem wirke sich „leider einschränkend“ auf seine ehrenamtlichen Tätigkeiten aus.

In seinem Rückblick wies Ritter darauf hin, dass die Inventarisierung der vorhandenen Instrumente jetzt abgeschlossen sei. Gemeinsam mit der Schlechinger Zweigstellenleiterin der Musikschule Grassau, Marlene Noichl, soll ein Leihsystem entwickelt sowie die Zusammenarbeit mit der Musikschule weiter intensiviert werden.

„Junge Menschen müssen für die Musik begeistert werden“, appellierte der Vorsitzende. „Dafür sollten neue Ideen gefunden werden.“ 16 Förderanträge seien eingegangen und damit verbunden einige Neuaufnahmen durch Familienmitgliedschaften. „Ein guter Weg, um junge Menschen für die Musik zu begeistern.“

Aktuell hat der Musikverein 322 Mitglieder. Die Musikkapelle Schleching unter Leitung von Barbara Pletschacher und die Achental Swing Band unter Leitung von Michael Melcher sowie die Schlechinger Alphornbläser sind unter dem Dach des Musikvereins.

Barbara Pletschacher gab einen kurzen Einblick in die Arbeit der Musikkapelle. Derzeit seien 39 aktive Musikanten und sechs Marketenderinnen dabei, 27 Musikproben wurden absolviert für 33 Auftritte.

Im kommenden Jahr stehe das Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes für Tracht und Sitte sowie das Jubiläum 100 Jahre Trachtenverein „d’Gamsgebirgler“ an, für die der stellvertretende Vorsitzende Bertl Pletschacher die musikalische Organisation übernommen hat. Die Musikkapelle befinde sich jetzt in der Winterpause und nutze die Zeit, um für Nachwuchs mit Kindern und Jugendlichen im Alter von acht bis 13 Jahren zu werben, so Barbara Pletschacher weiter.

Die jungen Musikanten sollten das Gefühl kennenlernen, wie es ist, mit einem großen Orchester zu spielen. Die erste Probe sei gut verlaufen, der Nachwuchs ganz begeistert gewesen, zusammen mit seiner Lehrerin Marlene Noichl.

Mit acht Mitgliedern sei die Achental-Swing-Big- Band nur noch eine halbe Big Band, bemerkte Michael Melcher, der vor gut einem Jahr die Leitung „geerbt“ hatte. Er wünschte sich dringend Nachwuchs. Er wolle trotzdem „dran bleiben“ und freue sich über Meldungen von Musikern, die mitmachen wollen.

Für die „Jungen Schlechinger Alphorn- und Weisenbläser“ berichtete Sepp Bachmann junior von verschiedenen Auftritten bei der Osternacht, Pfingstkonzert, der Jubiläumsfeier „50 Jahre Schlechinger Alphornbläser“ und drei Standkonzerten.

Engagement des Musikvereins gewürdigt

Bürgermeister Sepp Loferer würdigte in seinem Grußwort das Engagement des Musikvereins mit seinen Musikanten und Sängern, die übers ganze Jahr „für weltliche und kirchliche Anlässe zur Verfügung stehen“. Dabei verzichte jeder auf Freizeit und Zusammensein mit der Familie, das sei nicht selbstverständlich. Der Vorstandschaft bescheinigte Loferer gute Arbeit und das nötige Fingerspitzengefühl für die richtigen Entscheidungen.

Pletschacher regte an, eine eigene Bühne über den Musikverein anzuschaffen, die dann alle Musiker nutzen könnten, um das Transportproblem zu lösen; lagern könnten die Teile problemlos im Probenraum.

Ein Sponsor würde sich mit einem Viertel an den Kosten beteiligen, und auch der Bürgermeister versprach „ein offenes Ohr“ der Gemeinde.

Vorsitzender Ritter lobte die aktiven Mitglieder, die bei den zahlreichen musikalischen Aktivitäten dabei sind, aber auch die Vereinsmitglieder, die im Hintergrund arbeiten, besonders auch seinen Vorstandskollegen und den Dirigenten Walter Reisenauer und Daniela Küfner, „die mit unermüdlichem Einsatz und mitreißender Begeisterung dabei sind“.

Musikalisch begleiteten Christian Zaiser und sein Sohn Ruppi die Jahreshauptversammlung mit ihrem Spiel auf Trompete und Waldhorn.

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