Übersee – Mit einer kontinuierlichen Entwicklung und einer gesunden finanziellen Ausstattung präsentierte sich die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Übersee-Feldwies in der Jahresversammlung im Gasthof „Hinterwirt“.
Im Beisein von Bürgermeister Marc Nitschke, Alt-Bürgermeister Peter Stöger, dem evangelischen Pfarrer Rudolf Scheller und vielen Vertretern der Feuerwehr und der Vereine, gab der Vorsitzende Sepp Stecher seiner Freude über die mu-sikalische Umrahmung durch die Blaskapelle Ausdruck.
Auf ein vergleichsweise „normales Jahr“ der 130 Mitglieder starken KSK, unter anderem mit Sitzungen und Winterstammtischen sowie der Teilnahme am Unterlandler Christkindlmarkt, dem Flohmarkt am Strandbad, an der Mai-Andacht, der Wallfahrt Maria Eck und dem Leonhardiritt, blickte Schriftführer Karl Maresch zurück.
Er betonte vor allem die Präsenz der Fahnenabordnung des Vereins bei den verschiedensten Festivitäten in Übersee.
Die Sammlung für die Kriegsgräber hatte insgesamt 2485 Euro und damit eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr gebracht. Einen positiven Kassenbericht mit einem leichten Überschuss und einem gesunden Gesamtguthaben präsentierte „Finanzminister“ Thomas Stecher. Als Höhepunkte des kommenden Jahres kündigte der Vorsitzende Stecher die Gauversammlung am 29. März in Übersee und die Ausrichtung der Kriegerwallfahrt nach Maria Eck am 28. Juni an. Ab Januar will man die monatlichen Stammtische wiederaufnehmen.
Seit drei Generationen Leben im Frieden
Zur Erinnerung an die gefallenen Überseer Soldaten hatte Ortsheimatpflegerin Annemarie Kneissl-Metz eine Ehrentafel mit Fotos aufgestellt. „Von unseren Sol-daten sind insgesamt 306 wieder zurückgekommen und 181 gefallen“, sagte sie. Zum 75. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 2020 plant sie eine zweiwöchige Ausstellung. Damit soll auch erinnert werden, „dass wir seit drei Generationen das Glück haben, in Frieden leben zu können.“
Nach den Worten von Dr. Martin Metz, Pfarrgemeinderatsvorsitzender der ka-tholischen Kirche, sei es auch das Ziel der Ausstellung, möglichst das Schicksal jedes gefallenen Überseers zu beleuchten. Er rief deshalb die Bürger dazu auf, noch vorhandene Sterbebilder, Briefe von der Front oder dergleichen zur Verfügung zu stellen. Für die Kontinuität des Vereins spra-chen die Ehrungen von vier langjährigen Mitgliedern. Für 40 Jahre wurden Gerhard Schönauer, Sebastian Stephl und Franz Wilk und für 65 Jahre der Ehrenvorsitzende Herbert Rosenhuber gewürdigt. Nur Wilk konnte seine Urkunde persönlich entgegennehmen. vd