Grassau – Dem Bau einer Halle zum Test von LithiumHochvoltbatterien südlich des Gewerbeparks steht nach Meinung des Marktgemeinderats in Grassau nichts im Wege. Somit wurde der Vorbescheid einstimmig erteilt. Der TÜV Süd München möchte, so erläuterte Bürgermeister Rudi Jantke (SPD), einen Prüfstand für den Test von Batterien für Elektrofahrzeuge bauen. Der TÜV Süd würde die Halle auf die Dauer von 20 Jahren mieten und dort diese Tests durchführen.
Firma betreibt
weltweit fünf
Batterielabore
Die Firma betreibt weltweit fünf Batterielabore (USA, Kanada, Honkong, Peking) und habe sein Hauptquartier in München. Hier seien 125 Personen beschäftigt. In Grassau könnten Arbeitsplätze für 30 bis 40 Personen geschaffen werden, darunter 60 Prozent Ingenieure, 25 Prozent Techniker und 15 Prozent Mitarbeiter in Verwaltung und Logistik.
Der Antragsteller leitet seit zehn Jahren das Batterielabor in Garching. Dieser betonte in seinem Antragsschreiben, dass das Vorhaben enormes Zukunftspotenzial habe. Als Baugrund werde der Bereich zwischen Katek und Kfz-Werkstatt vorgesehen. Die seitliche Wandhöhe von zehn Metern sei physikalisch bedingt, um die entstehenden Gase zu reinigen und zu filtern. Die Erschließung würde über die Körtingstraße erfolgen.
Wie der Rathauschef weiter informierte, habe auch Katek eine seitliche Wandhöhe von zehn Metern und eine Firsthöhe von 13 Metern. Die Kfz-Werkstatt weist eine Wandhöhe von acht und eine Firsthöhe von zwölf Metern auf. Ein Problem sah Doris Noichl (CSU) mit dem Hauptsammler des Abwasserzweckverbands, der gemäß Vorplanung überbaut werden würde. Laut Jantke muss für das Vorhaben eine Erweiterung des Flächennutzungsplans und ein Bebauungsplan aufgestellt werden.
Gutachten wurden
von den Räten
gefordert
Nach Sepp Grießenböcks Worten sollte die Halle weiter nach Westen rutschen. Dr. Winfried Drost (UGL) forderte, dass der Bebauungsplan nur für dieses Vorhaben aufgestellt werden solle. Einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen, sei durchaus möglich, so Jantke. Ob ein Gutachten bezüglich der entstehenden Gase gemacht werde, interessierte Christian Buchner (AE). Ein Immissionsgutachten müsse erstellt werden, so Bürgermeister Jantke.tb