Grüne jetzt auch in Unterwössen

von Redaktion

Wieder ein neuer Ortsverband gegründet – Bürgerversammlung als Auslöser

Unterwössen – Neue Akteure machen sich auf, die Unterwössner Kommunalpolitik zur Kommunalwahl im März zu beleben. Jetzt gründeten unter der Leitung von Kreissprecherin Helga Mandl mit Dr. Stefan Colling, dem Diplom-Wirtschaftsingenieur Bernd Katzbichler und der Kunstprofessorin Eva Leitwolf den Unterwössner Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen. Landtagsabgeordnete Gisela Sengl unterstützt die Gründung.

Initiator Katzbichler sieht die jüngste Unterwössner Bürgerversammlung als Auslöser für seine Initiative. Die Stimmung empfand er damals als eine Kombination von „Schaun mer mal“ und Lethargie. Das habe ihn bestärkt, politisch eine andere Richtung einzuschlagen, zudem für ihn 2018 die Entscheidung fiel, dauerhaft in Unterwössen zu leben.

In Colling fand Katzbichler einen Mitstreiter. Colling möchte die Lebensqualität im Ort erhalten, junge Leute und Familien nach Unterwössen bringen, damit die mitgestalten und Arbeit finden. Unterwössen soll nach seiner Ansicht kein Schlafort aber auch keine Touristenhochburg werden.

Colling wurde zum Leiter des Ortsverbandes gewählt. Er ist Hausarzt in der Ausbildung und 31 Jahre. Der Musikverleger und Antiquar Katzbichler, 55 Jahre, ist Schriftführer. Beisitzerin wurde die 53-jährige Kunstprofessorin Eva Leitolf.

Colling und Katzbichler möchten unter anderem den öffentlichen Personennahverkehr deutlich verbessern und beziehen sich auf ein Beispiel in Vorarlberg, in der es in ähnlichen Strukturen wie in Unterwössen gelang, einen Personennahverkehr bis Mitternacht im zuverlässigen Halbstundentakt dauerhaft zu etablieren.

Weil die Unterwössner Mittagsbetreuung der Nachfrage nicht mehr Herr werde, planen sie, diese zu vergrößern. So könnte das Schulangebot um eine Montessorischule erweitert werden. Die Nachfrage sei gerade aktuell.

Lebhafte Diskussionen
bei der Gründung

Mit einer Palette an Maßnahmen wollen sie dafür sorgen, dass innerorts für die 50 km/h eingehalten werden und möchten Unterwössen über Radwege mit Marquartstein verbinden. Sie denken über ein Programm nach, Fahrgemeinschaften zu vermitteln und mit großen Arbeitgebern dauerhaft einen Pendlerbus einzurichten. Zu den einzelnen Punkten ergaben sich teils lebhafte Diskussionen. Unterwössener, darunter auch Politiker anderer Couleur, sahen einige der Programme bereits verwirklicht oder in Arbeit, andere als undurchführbar, weil entsprechende Ideen schon gescheitert seien.

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