Schlechte Erfahrungen mit Tiefgaragen

von Redaktion

Bernauer Rat lehnt einstimmig ab

Bernau – Mit großen Tiefgaragen hat der Bernauer Gemeinderat schlechte Erfahrungen, spätestens seit der Bau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage an der Chiemseestraße vor einigen Jahren die Umgebungsbebauung sehr in Mitleidenschaft gezogen hat. Daher sprach sich das Gremium jetzt einstimmig gegen ein Bauvorhaben an der Zellerhornstraße aus.

Dort soll ein Bestandsgebäude abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus samt Tiefgarage ersetzt werden. „Der Untergrund dort ist keinen Deut besser als in der Chiemseestraße“, äußerte Alexander Herkner (SPD) seine Bedenken. Josef Wörndl erklärte das Problem: Um den Grundwasserspiegel für den Bau der Tiefgarage zu senken, müsse man wochenlang das Grundwasser abpumpen, dadurch senke sich der Boden und es komme zu Rissen in den Häusern der Umgebung.

Zwar äußerten mehrere Ratsmitglieder, dass sie generell für Tiefgaragen seien, weil dann keine zusätzlichen Flächen für die nötigen Stellplätze versiegelt werden müssen, aber die Erfahrung spreche in Bernau an vielen Orten dagegen.

Ein „unkalkulierbares Risiko“ nannte etwa Gerhard Jell (CSU) das Vorhaben. Sie würde „dringend abraten“, meinte auch Irene Biebl-Daiber (CSU).

Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger verwies auf eine Tiefgarage in der Nähe, von deren Bau keine Probleme bekannt seien. Dazu wusste Herkner, dass Anfang der 90er-Jahre, als diese gebaut wurde, auch noch keine Umgebungsbebauung vorhanden gewesen sei.

Einhellig lehnte das Gremium das Bauvorhaben in der geplanten Form ab.kad

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