Von „Chiemgau-Karte“ bis „Dorflinie“

von Redaktion

Gemeinderat Ruhpolding diskutiert über aktuelle Tourismusprojekte

Ruhpolding – Wenn man im Tourismus weiter vorne mitspielen will, sind entsprechende Tourismusprojekte von großer Bedeutung. Über diese unterrichteten Ruhpoldinger Tourismusverantwortliche den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Neben den aktuellen Tourismuszahlen (wir berichteten) standen unter anderem die „Chiemgau Karte“, die „Dorflinie“ und eine ganze Reihe geplanter Veranstaltungen auf der Agenda.

Als Vision gilt laut Tourismusdirektor Frank Oette: „Ruhpolding wird von uns und international als Spitzendestination wahrgenommen, die Gästen das Gefühl von authentischer Heimat vermittelt.“ In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass der Name „Ruhpolding“ beim Marketing, zum Beispiel beim „Vita Alpina“ oder Biathlonweltcup, noch mehr zu stärken sei.

Die „Chiemgau Karte“, die von Ruhpolding und Inzell auf die Beine gestellt wurde, sei ein Erfolgsmodell und von den Gästen mit „sehr gut“ beurteilt worden. 35 Leistungspartner und 625 Gastgeber hätten sich bisher diesem Modell angeschlossen. 345000 Nutzungen wurden registriert, davon entfallen auf den Regionalverkehr Oberbayern 31 Prozent, auf die Rauschbergbahn 16 Prozent und auf das „Vita Alpina“ elf Prozent, gefolgt von der Hochfellnbahn mit acht Prozent. Neu mit dabei ist seit diesem Jahr das „aja-Hotel“ mit seinen 488 Betten. Zudem könne daraus ein Umsatz von zwei Millionen Euro vermeldet werden.

Der Leiter der Tourist-Info, Herbert Ringsgwandl, stellte die geplanten, kommenden Veranstaltungen vor. Neben dem Biathlonweltcup im Januar hob er die Sommerbiathlon-Weltmeisterschaft im August hervor. Daneben erwähnte er weitere Veranstaltungen, etwa das „Osterdorf“ im April, das „PfingstFest“ und das „HerbstFest der Berge“ sowie Georgiritt und Rauhnachtsmarkt. Nicht zu vergessen sei das 100-jährige Bestehen des Skiclubs mit den Veranstaltungen, die sich übers Jahr erstrecken sollen.

Schließlich übernahm das Wort Bernhard Truk zum Thema „Dorflinie“ mit einem neuen und verbesserten Konzept ab 2020. Grundsätzlich sollen statt eines, dann zwei Busse den Linienverkehr bedienen. Hier bedürfe es einer „signifikanten Verbesserung“. Sei das bisherige „1-Bus-System“ in seiner Attraktivität bei den Gästen und Einheimischen nur mittelmäßig gewesen, so lägen die Vorteile des neuen „2-Bus-Systems“ auf der Hand.

Es käme dadurch zu einer deutlichen Verbesserung der Taktung in allen Ortsbereichen, neue Haltestellen könnten eingerichtet und die Anschlusszeiten zur Bahnstecke Traunstein – Ruhpolding optimiert werden.

Für diese Ausarbeitung des neuen Systems erhielt Truk über alle Fraktionen hinweg großes Lob.

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