Wohnraum für Familien entsteht

von Redaktion

Bürgerversammlung in Erlstätt: Wohnen, Kinder und Verkehr im Mittelpunkt

Grabenstätt–„Zur Bereitstellung von Bauland im Baubereich „Am Alpenblick“ laufen nun die Erschließungsarbeiten sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Bestandsentwässerung“, betonte Bürgermeister Georg Schützinger in der gut besuchten Bürgerversammlung im Gasthof Fliegl in Erlstätt. Nach der Anerkennung des Bauentwurfs am 30. September dieses Jahres im Gemeinderat habe man Mitte Oktober die Bauleistungen vergeben und die Fertigstellung der Erschließung werde „möglicherweise noch in diesem Jahr passieren“, meinte der Rathauschef und bezeichnete die Gesamtbaukosten in Höhe von 178000 Euro als „wirklich gutes Angebot“.

Wohnraum für
Einheimische

Auf vier Bauparzellen sollen im Rahmen des Familienansiedlungsmodells im südöstlichen Bereich des Ortsteils Bergen (bei Erlstätt) bekanntlich zwei Doppelhaushälften und zwei Einzelhäuser gebaut werden. „Mit der Ausschreibung der Baugrundstücke zu vergünstigten Konditionen ist im Frühjahr/Sommer 2020 zu rechnen“, so der 64-jährige Schützinger.

Den Ende Juni in Erlstätt fertiggestellten Ausbau der Kreisstraße TS 54 in einem ersten Teilabschnitt ab dem Kreuzungsbereich Innerlohener-/Raiffeisenstraße (in südliche Richtung auf einer Länge von circa 500 Metern) inklusive Fußgänger-Querungshilfe und begleitendem Geh- und Radweg bezeichnete der Bürgermeister als „eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit der Erlstätter Bürger und der anderen Verkehrsteilnehmer“. Die Teilmaßnahme unter der Federführung des Landkreises Traunstein endet vor den maßgeblichen Grundstücken, auf denen in einem zweiten Bauabschnitt südlich von Erlstätt ein Kreisverkehr entstehen und parallel dazu der Radweglückenschluss Erlstätt-Tettenmoos erfolgen soll. Dies scheiterte bisher an den erfolglosen Grundstücksverhandlungen. Etwas länger hingezogen als erhofft haben sich auch der Bau und die lang ersehnte Inbetriebnahme der Lichtzeichenanlage an der Kreisstraße TS 3 in Erlstätt am Gasthof Fliegl.

Schützinger erklärte dies mit der „massiven Auslastung der beauftragten Firma“. Die Gesamtkosten für die beiden Ampelanlagen in Erlstätt und in der Grabenstätter Ortsmitte belaufen sich inklusive zehnjähriger Wartung und zusätzlicher Tiefbauarbeiten auf rund 50000 Euro.

Zu den angedachten Städtebauförderungsmaßnahmen in Erlstätt zählte Schützinger neben der Einzelmaßnahme „Alte Schule“ auch die Schaffung einer Ortsmitte im Umgriff des alten Schulhauses mit einem Fußweg zur Kirchbergstraße und die Neugestaltung der Raiffeisenstraße, Bergener Straße, Römerstraße und Traunsteiner Straße sowie von Randbereichen an der Grabenstätter Straße. Bereits im Berichtszeitraum saniert worden seien die Raiffeisenstraße und ein Teilbereich an der Einmündung zur Bergener Straße, hieß es. Da das sanierungsbedürftige alte Erlstätter Schulhaus unter Denkmalschutz steht, müssen bei der angedachten barrierefreien Erschließung des Gebäudes auch die Anforderungen des Denkmalschutzes berücksichtigt werden. „Es ist uns zum Beispiel mitgeteilt worden, dass nur ein innenliegender Aufzug geht“, betonte der Rathauschef und ging davon aus, dass die Entwurfsplanung noch heuer fortgesetzt werden kann. „Es wird künftig weitere Arbeitskreistreffen und Bürgerbeteiligung geben“, so Schützinger.

Die im April fertiggestellte Erweiterung der Kita „Mäusebande“ schlug mit rund 1,2 Millionen Euro zu Buche. „238000 Euro gab es an Förderung vom Staat, den größten Teil haben wir aber als Gemeinde selbst geschultert“, stellte Schützinger klar.

Besonders bedankte sich der Rathauschef auch bei den 160 aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Erlstätt, Grabenstätt und Holzhausen, die wieder viele Einsätze vorbildlich absolviert hätten. Man habe erneut gesehen, wie wichtig eine gute Ausstattung sei.

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