Rimsting – Nach Andi Fenzl für die CSU, Stephan Walter für die Grünen, bewirbt sich Mary Fischer von den Freien Wählern als dritte Kandidatin um die Nachfolge von Bürgermeister Josef Mayer. Sie wurde in der Aufstellungsversammlung im Strandbadkiosk einstimmig nominiert. Gleichzeitig wurde auch eine Liste der Freien Wähler für den Gemeinderat mit acht Kandidaten einstimmig genehmigt.
Nach ihrem Austritt aus der CSU schloss sich Gemeinderätin Mary Fischer den Freien Wählern Bayern an. Die 57-jährige Greimhartingerin bewirbt sich nun um das Amt des Bürgermeisters. In der Aufstellungsversammlung wurde Fischer aus dem Ortsteil Greimharting als einzige Kandidatin vorgeschlagen und von elf Wahlberechtigten einstimmig nominiert.
Einhellig genehmigt wurde ferner die vorbereiteteListe von acht Kandidaten der Freien Wähler für den Gemeinderat in einer geheimen Blockabstimmung. Die Liste führt Mary Fischer an und beinhaltet insgesamt fünf Frauen.
Warum will Fischer Bürgermeisterin werden? In ihrer Antrittsrede erklärte sie „Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt, wo die Seele zu Haus ist. Rimsting mit dem Schafwaschener Winkel und Greimharting mit der Ratzinger Höhe, dafür setze ich mich schon seit vielen Jahren mit Herzblut und Ausdauer ein“, erklärte sie. Mit Leidenschaft wolle sie gerne diese Arbeit als Bürgermeisterin für das Wohl aller Bürger – Jung und Alt, Einheimische und Zugereiste – fortsetzen.
Zwei wichtige Problemfelder sah sie für die Zukunft als besonders wichtig an: den Siedlungsdruck und Umweltprobleme. „Rimsting und Greimharting müssen ihren dörflichen Charme und ihre gewachsene Struktur erhalten“, sagte sie. Als Beispiel nannte sie einen richtungsweisenden Ortsentwicklungsplan für 2035 unter Mitwirkung der Dorfgemeinschaften, vorrangig eine Schaffung von ausreichendem, bezahlbarem, generationsübergreifendem Wohnraum.
Der starke Durchgangsverkehr in Rimsting und Greimharting solle ganz dringend überplant werden, damit auch Radfahrer und Fußgänger sich sicher im Straßenverkehr bewegen können. Sie wünscht sich eine Verbesserung des ÖPNV, um für Pendler attraktiver zu werden.
Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in der Landwirtschaft und im Tourismus sollen laut Fischer zudem mehr Wertschätzung und Kooperation erfahren sowie die Ehrenamtlichen mehr Anerkennung und Unterstützung. „Ich bin offen für eine ehrliche, parteiübergreifende Zusammenarbeit im Gemeinderat– pragmatisch und ohne Ideologie, erklärte sie.