Gegen das Vergessen

von Redaktion

Marquartstein: Erinnerungen an einstigen Schüler Christoph Probst

Marquartstein – Jakob Knab sprach an besonderer Stelle über das Wirken von Christoph Probst. Dieser war einer der zentralen Akteure der „Weißen Rose“ und wäre heuer hundert Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wurde an ihn und die studentische Widerstandsgruppe auch am Landschulheim beziehungsweise Gymnasium Marquartstein erinnert – war Christoph Probst doch von 1932 bis 1935 dort Schüler.

Geschichte

einer Umkehr

Christoph Probst war nicht nur der einzige Bayer innerhalb des engeren Rose-Zirkels, sondern auch als einziger bereits verheiratet und Vater von drei kleinen Kindern. Am Nachmittag stand dann eine Lehrerfortbildung auf dem Programm. Unter dem Titel „Geschichte einer Umkehr“ wurden vor allem jene Ereignisse und Lektüren der Geschwister in den Blick genommen, die erklären helfen, warum aus anfänglich überzeugten Akteuren der Hitlerjugend 1942 junge Widerstandskämpfer werden konnten, die mit einer Reihe von Flugblättern zur Abkehr von Hitler und der NS-Herrschaft aufriefen und dafür vom Volksgerichtshof 1943 zum Tode verurteilt wurden.

Derzeit ist in den Kulturräumen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein eine historische Ausstellung zur „Weißen Rose“, ihrem Widerstand und ihrem Kampf gegen das NS-Regime zu sehen, die durch Schüler- und Lehrerbeiträge stetig erweitert werden soll. Auch der Öffentlichkeit ist diese Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Schule, Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 17 Uhr zugänglich.

Artikel 1 von 11