„Günstig wohnen und bauen“

von Redaktion

Thema bezahlbarer Wohnraum im Mittelpunkt der Bürgerversammlung in Übersee

Übersee – „Günstig wohnen und bauen“ – dieser Thematik widmete sich Bürgermeister Marc Nitschke ausführlich in der Bürgerversammlung im Wirtshaus D´Feldwies vor gut 130 Zu-hörern.

Anhaltend ist die Nachfrage nach vergünstigten Baugrundstücken. Kürzlich wurden fünf Grundstücke vergeben – bei 67 Bewerbern. Nach wie vor gebe es das so genannte „Einheimischenmodell“, aber mit klaren Kriterien und strengen Vorgaben. In diesem Zusammenhang stellte Nitschke klar, dass „das Einfamilienhaus durchaus kein Aus-laufmodell ist“.

Seinen Worten zufolge bemüht sich die Gemeinde, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dafür seien Grundstücke am Alten Sportplatz mit 11 bis 19 Wohneinheiten sowie in Übersee-Ost gesichert worden. Derzeit laufe die Prüfung, mit wem der Wohnungsbau umgesetzt werden solle. In Verhandlungen stehe man bereits mit der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises und des Zweckverbandes „Heimat.Chiemgau“, die sich kürzlich auch im Gemeinderat vorgestellt hatten.

Ein großes Potenzial sieht der Gemeindechef auch im Ausbau alter Stallgebäude und Bauernhäuser: „Hier könnte neuer Wohnraum geschaffen werden und gleichzeitig der Bauernhauscharakter erhalten bleiben.“

Als einen großen Erfolg in Sachen Ortsentwicklungskonzept wertete der Bürgermeister die Bürgerbeteiligung bei der entsprechenden Auftaktveranstaltung und der Ideenwerkstatt mit sehr vielen guten Vorschlägen. Derzeit werden ein Machbarkeitscheck und die Finanzierbarkeit der Bürgerwünsche geprüft. Danach wird nochmals eine größere Bürgerversammlung abgehalten. Große Chancen für vielfache Nutzungen, auch für bezahlbaren Wohnraum und Wohnen für einheimische Familien, biete laut Nitschke das Gebiet „Übersee-Ost“ mit 22 500 Quadratmetern. Die Grundstücksankäufe seien in trockenen Tüchern und die bürokratischen Hürden nahezu geschafft.

Realisierung vom
Entenfeld läuft

Auch die Nachnutzung der Deutz-Flächen bieten Nitschke zufolge große Entwicklungschancen für die Gemeinde. Leider seien die Grundstücksverhandlungen seit geraumer Zeit ins Stocken geraten.

Positiver sieht es mit der Realisierung des lange geplanten Gewerbegebiets Entenfeld aus. Die Grundstücksverhandlungen und der Bebauungsplan seien jetzt abgeschlossen, sodass größere und kleinere Parzellen vergeben werden können.

Geruht haben die Planungen für das neue Gemeinde- und Bürgerzentrum, weil sich zwischenzeitlich durch zwei zusätzlich angrenzende Grundstücke neue Möglichkeiten ergeben hatten. Nun muss die Planung von Neuem begonnen werden.

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