Grassau –Stefan Kattari ist nun offiziell SPD-Bürgermeisterkandidat in Grassau. Einstimmig wurde Kattari in der Aufstellungsversammlung gewählt. Wie der 37-jährige Stefan Kattari bei seiner Vorstellung betonte, habe ihn schon immer alles fasziniert, was „draußen kreucht und fleucht“ und erhielt mit elf Jahren den Umweltpreis der SPD.
Nach dem Biologiestudium und einiger Zeit als Mitarbeiter an der Universität wechselte er als Diplom-Biologe zum Ökomodell Achental. Seit vier Jahren leite er das Klaushäuslmuseum Salz und Moor. Besonders freue es ihn, dass das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ auf so großen Widerhall gestoßen sei. Verantwortung zu übernehmen sei wichtig und ziehe sich wie ein roter Faden durch sein Leben. „Nun möchte ich auch Verantwortung für Grassau übernehmen“, sagt Kattari.
Mehr Unterstützung für das Ehrenamt
In den letzten Monaten habe er als designierter Kandidat viel Unterstützung erhalten, die ihm Kraft gebe. Man stehe vor drei großen Herausforderungen, Wohnen, Umwelt, Ehrenamt. Fläche sei nicht vermehrbar. Es gebe konkrete Vorstellungen, wie Fläche und Raum besser genützt werden kann und dies sei entscheidet für das Aussehen des Ortes. Kattari zeigte sich begeistert, dass in den Reihen der Listenkandidaten „große Kompetenz“ in Sachen Bauen vorhanden sei. Im Bereich Umwelt habe Grassau durch das Leuchtturmprojekt Wärmeversorgung einiges geleistet. Die Frage sei künftig weiterhin, was Grassau unternehmen kann, um das „zwei Grad Klimaziel“ Erderwärmung bis 2100 einzuhalten. Wie die Gesellschaft aussehen soll, hängt laut Kattari auch vom Ehrenamt ab. Er möchte das Ehrenamt unterstützen. So denke er auch an die Bildung einer Ehrenamtsstelle im Rathaus. Mit einem Lob an Bürgermeister Rudi Janke würdigte er die Gemeinderatsarbeit allgemein und für sich persönlich. Er wolle sich im Falle einer Wahl in die kompromissbereite Arbeit von Bürgermeister Raimund Schupfner und Rudi Jantke einreihen und die erfolgreiche Arbeit der SPD Bürgermeister in den vergangenen 34 Jahren fortführen.
Im Anschluss wurden die Listenkandidaten nominiert. Von dieser ist SPD-Ortsvorsitzender Tobias Gasteiger eigenen Angaben zufolge überzeugt und setzt auf einen Mix aus Jung und Alt, Frauen und Männern. Rathauschef Jantke zufolge Kattari habe sich in den vergangenen Jahren Ansehen erworben und sich in das kommunalpolitische Geschehen eingebracht. Als Museumsleiter habe Kattari Führungsqualitäten bewiesen. „Ich kann mit einem guten Gefühl in den Ruhestand gehen.“ 20 Kandidaten, darunter neun Frauen kann die SPD bei der Kommunalwahl präsentieren (siehe Infokasten).
Den Räten, die nicht mehr antreten, wurde gedankt. Bürgermeister Jantke war von 1990 im Marktgemeinderat und wurde 2002 Bürgermeister. Seit nunmehr fast 18 Jahren lenkt er die Geschicke der Gemeinde. Auch Hans Hornberger wurde 1990 in den Marktgemeinderat gewählt und ist dort seit fast 30 Jahren aktiv. Auf 18 Jahre Marktgemeinderat kann Herbert Gschöderer zurückblicken und seit zwei Amtsperioden ist Alfred Körner im Gremium. Mit viel Applaus wurden die noch amtierenden Räte gewürdigt.