Siegsdorf Teil des Energie-Netzwerks

von Redaktion

Gemeinderat informiert sich über Zweck und Vorteile des Bündnisses

Siegsdorf – Die Gemeinde Siegsdorf schließt sich ab dem 1. März dem „Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Rosenheim-Traunstein“ des Instituts für nachhaltige Energieversorgung GmbH der Technischen Hochschule Rosenheim an. Die Gründung dieses Netzwerkes von Gemeinden und Städten aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein wurde dem Gremium ausführlich von Professor Dr.-Ing. Dominikus Bücker vorgestellt und nach eingehender Prüfung des Sachverhalts einstimmig beschlossen. Bücker ist Geschäftsführer des Instituts für nachhaltige Energieversorgung an der TH Rosenheim.

Die Gemeinde hatte im August 2019 grundsätzliches Interesse bekundet und sollte bis Anfang 2020 über den Beitritt entscheiden. Bücker erläuterte den geplanten Zusammenschluss von Kommunen zum Zweck des Erfahrungsaustausches sowie einer belastbaren Grundlagenermittlung und der fachlich begleiteten Umsetzung wirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen.

14 Kommunen aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein haben bisher ihre Bereitschaft zum Beitritt bekundet, darunter neben Siegsdorf und Waging auch die Stadt Rosenheim, die Marktgemeinde Prien und viele Gemeinden entlang des Inns von Brannenburg bis Schechen.

„Die Betreuung wäre für drei Jahre anberaumt und das Netzwerk würde mit circa 60 Prozent durch das Bundesumweltministerium gefördert“, erklärte der Referent und stellte die Leistungen seines Institutes vor. Vierteljährliche Netzwerktreffen zum Erfahrungsaustausch gehören ebenso zum Vertrag, wie jährlich etwa zehn Beratungstage für jede Kommune durch die energietechnischen Berater des Institutes. Außerdem sind eine Fördermittelberatung sowie eine technische und wirtschaftliche Bewertung vorgesehener Maßnahmen Bestandteil des Vertrages. Auch eine Analyse der energetischen Situation und die Erstellung einer umsetzbaren Maßnahmenliste sind darin enthalten.

Bisher positive Erfahrungen

Abschließend betonte Bücker die bisher sehr positiven Erfahrungen solcher Netzwerke und den Vorteil der Regionalität. Auf viele Detailfragen aus dem Gemeinderat ging er anschließend ein. Zusammenfassend stellte Bürgermeister Thomas Kamm (UW) fest: „Ich würde eine Teilnahme der Gemeinde an diesem Netzwerk sehr begrüßen. Es wäre wichtig, abgekoppelt vom Tagesgeschäft, den derzeitigen Stand des Energieverbrauches und der CO2–Belastung unserer Liegenschaften zu ermitteln und damit dann entsprechende Verbesserungen einzuleiten“. Die Fraktionen können nun die vorgestellte Thematik beraten, in der Sitzung am 9. Dezember soll über einen Beitritt zum Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk entschieden werden.

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