Grabenstätt – „Wir haben uns heuer absolut auf das Zentrum der Hoffnung in Tapauá konzentriert, wo wir ein Fünftel der Fixkosten übernehmen“, betonte Vorsitzende Uschi Erl in der Jahreshauptversammlung der Partnerschaftlichen Brasilienhilfe Grabenstätt im Sitzungssaal des Rathauses. Insgesamt habe der Verein in zwei Raten 18000 Euro überwiesen.
Das mitten im armen Amazonasgebiet gelegene „Zentrum der Hoffnung“ besuchen Kinder und Jugendlichen halbtags. Sie lernen dort PC-Kenntnisse, Instrumente, Kochen, Nähen und Schnitzen, treiben Sport und bekommen etwas zu essen; die andere Hälfte des Tages gehen sie zur Schule.
Über 15000 Euro für die Brasilienhilfe
Ein voller Erfolg sei heuer wieder die Sternsingeraktion gewesen, bei der in Grabenstätt, Erlstätt und Grünwald/München über 15000 Euro für die Brasilienhilfe gesammelt worden seien, lobte die Vorsitzende.
Auch vom Mitinitiator der Brasilienhilfe, Pfarrer Johann Nepomuk Huber habe der Verein eine Spende erhalten. Ein Sonderlob verteilte Erl an die Mitbegründerin und gebürtige Brasilianerin Betty Wülfing, „die bei der Kommunikation mit Brasilien besonders als Übersetzerin nach wie vor unverzichtbar ist“.
Bei den turnusmäßigen Neuwahlen einstimmig wiedergewählt wurden Erste Vorsitzende Uschi Erl, Zweiter Vorsitzender Job Wülfing, Kassiererin Irmgard Gottsmann, Schriftführer Engelbert Gottsmann und die Beisitzer Betty Wülfing, Hans Piller, Sandra Speckbacher, Rolf Zollner und Georg Schützinger. Als neue Beisitzerin komplettiert Aurea Wülfing den Vorstand.
Zweiter Vorsitzender Wülfing würdigte das Engagement des scheidenden Rathauschefs Georg Schützinger in der Brasilienhilfe. Als Geschenk erhielt dieser ein bemaltes Paddel – ein Symbol für die Amazonas-Region. Schützinger sicherte weiterhin seine Unterstützung zu. Laut Kassierin Irmgard Gottsmann betrugen die Einnahmen 2018 inklusive Übertrag aus dem Vorjahr knapp 73000 Euro und die Ausgaben etwa 20000 Euro. Ins laufende Jahr seien rund 53000 Euro mitgenommen worden.
„Die Rücklagen aus der Hochphase des Vereins mit den legendären Brasilienfesten bauen wir langsam ab“, so Erl.
Dank Spenden läuft es im „Centro Esperanca“
Die Vorsitzende machte sich im Oktober von Manaus aus mit einem Kleinflugzeug auf den Weg nach Lábrea zum „Centro Esperança“ auf den Weg, wo die Brasilienhilfe vor einigen Jahren die neue Küche finanziert hatte. „Es läuft dort alles gut, nur die Unterstützung durch die brasilianische Regierung lässt zu wünschen übrig“, so Erl.
Per Schiff ging es dann auf einem Nebenfluss des Amazonas drei Tage flussaufwärts nach Tapauá. In Tapauá wurde das „Centro Esperança“ besucht, das nun von einem Ex-Schüler geleitet werde.
Ohne die Unterstützung der Brasilienhilfe wäre dessen Fortbestehen nicht gesichert, gab Erl zu bedenken.