Irene Reichenau hat seit 50 Jahren ein rotes Parteibuch

von Redaktion

SPD-Ortsverein Traunstein zeichnet Parteimitglieder aus

Traunstein – Bei seiner Jahresabschlussfeier im Café Intreff der Lebenshilfe Traunstein zeichnete der SPD-Ortsverein Traunstein langjährige Mitglieder aus. Die Ehrenurkunde für 50-jährige Mitgliedschaft übergab der Ortsvorsitzende, Oberbürgermeister Christian Kegel, an Irene Reichenau. Ehrenurkunden für 40-jährige Mitgliedschaft bekamen Christian Möckel und Edmund Niederlöhner.

Kegel betonte, wie wichtig die große Treue der Parteimitglieder sei. Seit 1856 stehe die SPD für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität ein. Die Parteien ganz allgemein seien nämlich die Träger der politischen Willensbildung. Deshalb war es der Wunsch des Ortsvorsitzenden, dass die Arbeit, die die Parteien leisten, wieder mehr wertgeschätzt würde.

In seinem Jahresrückblick meinte er, 2019 sei ein außergewöhnliches Jahr gewesen. So habe das Jahr mit dem vielen Schnee begonnen, weshalb jeden Tag eine Krisensitzung stattgefunden habe. Was Polizei, Feuerwehr und Rettungsorganisationen geleistet hätten, sei bemerkenswert und anerkennungswürdig gewesen. Zu 98 Prozent seien die Menschen zusammengerückt und hätten sich gegenseitig geholfen. Diejenigen, die die Winterdienstmitarbeiter und Rettungskräfte „blöd angeredet“ hätten, seien in der Minderheit gewesen.

Geprägt gewesen sei das Jahr von den Vorbereitungen für das Jubiläum „400 Jahre Salinenstadt Traunstein – 400 Jahre Soleleitung Reichenhall-Traunstein“. Das Jubiläum habe die Stadt mitgefeiert und das anerkannt, was manche anfangs noch kritisch gesehen hätten. Seit vielen Jahren sei in Haidforst von der Stadt wieder bezahlbarer Wohnraum geschaffen worden. Auch wenn es nur der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“ sei, könne die Stadt stolz darauf sein. Die SPD-Fraktion sei wie eine „Eins“ hinter diesem Bauprojekt gestanden. Der Oberbürgermeister sprach die Hoffnung aus, dass es auf diesem Weg so weitergehen möge und die Notwendigkeit zu weiteren Schritten erkannt werde. Es sei Aufgabe der Kommune, beim fehlenden, bezahlbaren Wohnraum Abhilfe zu schaffen, zumal sie eine Förderung des Staats von 30 Prozent bekomme und die Zinsen sehr niedrig seien. Der SPD-Ortsverein sei im laufenden Jahr politisch sehr aktiv gewesen, betonte Kegel. Man habe erkannt, wie wichtig es für den Klimaschutz sei, den ÖPNV zu stärken. Die Stadt gehe kleine Schritte mit dem Rufbus und dem einheitlichen Fahrpreis beim ÖPNV von einen Euro beziehungsweise 50 Cent pro Fahrt. Man müsse es schaffen, dass die Leute nachdenken, auf ihr Auto zu verzichten. Dies sei ein Muss, weil in den Innenstädten mehr Wohnraum entstehe, der Verkehrsraum für alle Verkehrsteilnehmer jedoch nicht mehr werde. Ziel: neue Verkehrsstrukturen in der Stadt schaffen. bjr

Artikel 1 von 11