Neuer Hotelkomplex für Reit im Winkl

von Redaktion

Infoveranstaltung zum Bebauungsplan „Hotel zur Post“ im Festsaal

Reit im Winkl – 150 Zimmer mit 300 Betten soll das neue Hotel in Reit im Winkl bekommen. Voraussichtlich 60 Mitarbeiter wird Investor Ralf Wetzler, Betreiber der Vela Hotels, und Stefan Ader, Geschäftsführer von deren Tochter Primus Immobilien AG, für den Betrieb benötigen. Doch dazu muss erst das bestehende Hotel „Zur Post“ abgerissen und einem Neubau an gleicher Stelle weichen. Aufgrund der bedeutenden Lage des Hotels – direkt im Ortszentrum – führte die Gemeinde eine öffentliche Informationsveranstaltung im Festsaal durch. Dabei stellten die Planer und Investoren das Projekt ausführlich vor.

Bestand entspricht
nicht mehr
dem Standard

Der Gemeinderat hatte in einer Sitzung die Einleitung eines Verfahrens zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Hotel zur Post“ beschlossen, erläuterte Bürgermeister Josef Heigenhauser. Nachdem das bestehende Hotel dem heute geforderten Standard nicht mehr gerecht werde, solle am jetzigen Standort ein neuer Hotelkomplex mit Wellnessanlage als Ersatzbau ermöglicht werden.

Die Planung solle zu einer Bereicherung und besseren Auslastung der touristischen und allgemeinen Infrastruktur des Ortes beitragen. Die Gemeinde stehe dem Hotelvorhaben sehr positiv gegenüber und sehe dabei eine „historische Chance für Reit im Winkl“. Die Verwirklichung der Maßnahme erfolge in enger Abstimmung mit den Hochwasserschutzmaßnahmen am Hausbach und solle mit dem Abriss des bestehenden Hotels nach dem Ende der Sommersaison 2020 beginnen.

Architekt und Stadtplaner Norbert Mißberger stellte den Bebauungsplanentwurf vor. Dieser sehe eine Konfiguration aus drei Einzelbaukörpern mit drei bis vier Geschossen vor, die mittels einer erdgeschossigen Halle miteinander verbunden seien. Die geordnete städtebauliche Entwicklung werde durch die Planung nicht beeinträchtigt, vielmehr handele es sich um eine angemessene Verdichtung im Innenbereich. Das Planungsgebiet werde über das bestehende Straßennetz erschlossen. Die Zufahrt zum geplanten Hotel erfolge von Süden über den Hausbachweg. Dies betreffe sowohl die Anfahrt der Gäste zum Empfang als auch zur geplanten Tiefgarage. Die Anlieferungen für die Hotelküche sowie den Hotelbedarf erfolgten über die Straße „Am Grünbühel“. Die gegenüber dieser Straße tiefer liegende Anlieferzone sei über eine Rampe erreichbar, so Mißberger. Die gestalterischen Ziele des Projekts erläuterte Architekt Matthias Both von blocher partners aus Stuttgart.

Die grünordnerischen Festsetzungen zielten darauf ab, die neuen Hotelgebäude optisch in das Ortsbild einzubinden sowie ausreichende Freiflächen und Begrünung des Gebietes zu sichern. Im Biergarten vor dem Restaurant (wie jetziger Standort neben dem Kirchplatz) würden neue Bäume gepflanzt. Der Hotelkomplex werde mittels Baumreihen entlang des Hausbachwegs und der Westseite eingegrünt, ebenfalls die Stellplätze auf der Nordseite. „Die Außenanlagen werden eine Art kleiner Stadtgarten“, versicherte der Architekt.

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