Grassau – Die Unabhängige Grassauer Liste (UGL) versteht sich als „grüne Partei“ in Grassau, erklärte Dr. Winfried Drost in der Aufstellungsversammlung im Gasthof „Zur Post“. Die UGL kann nicht nur eine komplette Kandidatenliste mit engagierten Personen, sondern mit Mehdi Akbari zudem einen Bürgermeisterkandidaten bei der Kommunalwahl anbieten.
Drost erläuterte das Sieben-Punkte-Programm der Partei, bei dem Umweltschutz und Natur an erster Stelle steht. Auch die Gemeindepolitik müsse sich darauf einlassen, CO2 zu reduzieren und den ÖPNV auszubauen – eventuell mit einem Bürgerbus oder Car-Sharing – und die E-Mobilität voranzutreiben. Für den Erhalt der Artenvielfalt ist die gute Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft gefragt.
Wichtig ist der UGL, dass die Bürger bei Entscheidungen mehr eingebunden werden, um das Gemeinwohl zu stärken. „Grassau müssen sich alle leisten können“, so Drost. Die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt könne bis zur Existenzbedrohung gehen. Die Gemeinde müsse sich bemühen, möglichst viele Wohnungen im Eigentum zu haben, um so viel sozialen Wohnraum wie möglich schaffen. Das Einheimischenmodell könnte anders gestaltet und auf Erbpacht und Eigentumswohnungen ausgeweitet werden.
Der Gewerbepark soll im Wesentlichen als Gewerbegebiet genutzt werden, wobei sich eine Teilumwandlung in Wohnbebauung am Bedarf orientieren muss. Ein wesentlicher Punkt des Wahlprogramms sei die Forderung nach einem Ortsentwicklungsplan, der Planungssicherheit fördert und Entwicklungsfehler vermeidet. „Wir wollen den dörflichen Charakter erhalten“, betonte er. Sport, Kultur und Ehrenamt müssen erhalten und gefördert und soziale Aspekte stärker bedacht werden. Hier gelte es, mehr Altenpflege im ambulanten Bereich anzubieten und attraktivere Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche zu schaffen.
Der 66-jährige Energiemanager Akbari wird an Platz eins der Kandidatenliste kandidieren.
Noch dreimal will die UGL ihr Programm vorstellen, am Mittwoch, 15. Januar, im Mietenkamer Dorfsaal, am 30. Januar im Café König in Rottau und am 13. Februar im Gasthof „Sperrer“, je um 19.30 Uhr.