Unterwössen – Gerade dank der Schießstände im Schützenheim am Streichenweg erweist sich die Abteilung der Sportschützen in der Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental als lebendig. Schützenmeister Georg Haslberger verzeichnet für das ausklingende Jahr allein Zugänge bei den Mitgliedern. Mit sechs „Neuen“ bringt es die Abteilung auf 182 Mitglieder, auch wenn die Regeln zum Aufnahmestopp nur noch wenige Neuzugänge zulassen. Für die Mitgliedschaft bei den Gebirgsschützen biete die Kompanie jetzt ein Schmankerl: Sportschützen zahlen für eine Mitgliedschaft in der Gebirgsschützenkompanie nur 50 Euro anstatt, wie zuvor 75 Euro im Jahr.
Die Zusammenarbeit zwischen den Gebirgsschützen und der Abteilung Sportschützen beschreibt der Schützenmeister als hervorragend. Und in der Abteilung dankt er vor allem seinem Stellvertreter Erwin Losert, „der eigentlich fast alles bei den Sportschützen macht“. Der Sportbericht verzeichnet erfreuliche 88 Starts in den Wettbewerben von der Gaumeisterschaft bis zur deutschen Meisterschaft. Viel Beifall gab es für den 26. Platz von Erwin Losert bei der deutschen Meisterschaft in der Altersklasse Herren 1 mit dem Sportrevolver 357 Magnum. Acht Starts verzeichnete die Sparte in der bayerischem Meisterschaft mit drei Startern.
Mit der Sportpistole in verschiedenen Klassen erreichte Erwin Losert bei den Herren 1 gute Ergebnisse. Das ging von Platz zwei mit dem Sportrevolver 357 Magnum, über Platz 14 und 19 mit zwei weiteren Plätzen unter den ersten zwanzig und einem 21. Platz. Neben diesen drei Schützen auf ihrem Weg zu den höheren Wettbewerben zeichneten sich bei der oberbayrischen Meisterschaft Marcus Plenk, Stephan Peter und Konrad Loider aus.
Die Vereinsmeisterschaft für das Jahr 2020 läuft bereits. Sie endet am 8. November 2020. Am Wochenende, 8./9. Februar, tragen die Schützen aus dem ganzen Gau auf dem Schießstand in Unterwössen die Gaumeisterschaft für Lang- und Kurzwaffen aus. Die Abteilungsversammlung ist auf 21. November terminiert. Haslberger verwies darauf, dass die technische Einrichtung der Schießstände nun bereits 15 Jahre alt sei. „Wir tauschen nach und nach alle Teile aus“.
Stellvertretender Gauschützenmeister Karl Hirtreiter: „Es ist immer schwierig, gerade junge Leute für den Schießsport zu gewinnen, wenn die für Studium und Ausbildung verziehen.“ Deshalb komme dem Miteinander im Verein ein besonderer Stellenwert zu, die Gemeinschaft und den Zusammenhalt zu stärken. Hirtreiter rief zur Teilnahme an den Schießwettbewerben auf. „Manche sind enttäuscht, wenn es nur für Platz 18 reicht.“ Der Bezirk Oberbayern zähle 164000 Schützen. „Der 18. Platz von 164000 Schützen kann nicht schlecht sein.“ Bürgermeister Ludwig Entfellner sah die Situation für das Ehrenamt und die Vereine als herausfordernd. Ständige Veränderungen in der Gesellschaft und in der Mobilität erschweren dem Verein die Mitgliedergewinnung und das Miteinander.lfl