Bernau – Nägel mit Köpfen werden heute Abend in der Sitzung des Bernauer Gemeinderats hinsichtlich eines Geh- und Radweges an der Priener Straße gemacht. Die Detailplanung für das Vorhaben liegt vor. Die Maßnahme wird sich aber – je nach Haushaltslage auf mehrere Jahre ziehen, wie Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger gegenüber unserer Zeitung erklärte. Summa summarum kostet das Projekt 1,2 bis 1,3 Millionen Euro. Es gebe aber staatliche Fördergelder dafür.
Drei Abschnitte auf mehrere Jahre verteilt
Die Abschnitte gliedern sich beispielsweise in eine Fußgängerampel über die B305, den Geh- und Radweg zur Theodor-Sanne-Straße und die Umgestaltung des Einmündungsbereichs der Egartnerstraße. Die Umsetzung sei nicht einfach, so Daxlberger.
Zahlreiche Absprachen mit dem staatlichen Bauamt Rosenheim liegen hinter der Kommune. Jetzt gehe es darum das Gewerbegebiet mit Ärztehaus in geeigneter Weise anzubinden, da eine Überquerung des Kreisverkehrs mit Zufahrt zur Autobahn nicht möglich ist. Dass die Fußgängerampel installiert werden muss, darüber sind sich die Gemeinderäte einig – vor allem im Hinblick auf die dort entstandenen Geschäfte und deren fußläufige Erreichbarkeit für die Bürger.
Ein erster Schritt soll nun die Ampelanlage sein. Die Details dazu sowie die Neugestaltung des Einmündungsbereichs „Egartnerstraße“ stellen Daxlberger und der Planer dem Gremium heute Abend ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses vor.
Der jetzige Gehweg ist zu schmal und oft zugeparkt. Der Einmündungsbereich in die Priener Straße soll platzartig gestaltet werden, mit Bäumen rechts und links der Einfahrt und gepflastertem Belag. Diese Gestaltung, so die Erfahrung des Fachmanns, verleide es dem Autofahrer, die Straße als Abkürzung Richtung Aschau zu benutzen. Bisher fahren ortskundige Autofahrer, die die Chiemseestraße hochkommen und sehen, dass die Ampel an der Kreuzung nach Aschau rot ist, wenn sie in diese Richtung wollen erst mal nach rechts auf die Priener Straße und dann gleich wieder links über die Egartnerstraße. Das ist aber nicht gewollt und sorgt oft für lange Rückstaus.
Anvisiert sind drei Bauabschnitte. Der Geh- und Radweg mitsamt Brücke über den Moosbach und Einmündung in die Seiserstraße ist geplant. Die Fußgängerampel soll direkt dort, wo der neue Radweg von der Schule her in die Straße mündet, platziert werden, also von Prien kommend nach der Einmündung der Egartner-straße. Der Radweg indes werde hinten angestellt und eine Baustelle ortsauswärts abgewartet.