Prien – Seit Jahrzehnten ist er mit seiner Heimat fest verwurzelt. Er sei ein richtiges „Priener Urgestein“, sagt Ehefrau Gertraud Hefter über ihren Mann. Albert Hefter hat im Kreise von Familie und Freunden seinen 90. Geburtstag gefeiert. Auch Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster und Rosi Hell von der katholischen Pfarrgemeinde besuchten den Jubilar und überbrachten Glückwünsche.
Für sein hohes Alter ist Albert Hefter noch recht fit: Heute noch beschäftigt er sich gerne draußen in der Natur, macht leichte Gartenarbeiten und kleine Spaziergänge. Freude schöpft er auch aus der Musik: Albert Hefter spielte verschiedene Instrumente: Ziach, Trompete und Flügelhorn. Als „leidenschaftlichen Musiker“ bezeichnet ihn seine Frau. Über 20 Jahre hat er bei der Priener und der Endorfer Blaskapelle mitgewirkt, später gründete er eine eigene kleine Kapelle – die „Hefter Musik“.
Geboren ist Hefter 1929 in Trautersdorf. Um den elterlichen Bauernhof kümmerte er sich bis sein Bruder 1948 aus der russischen Gefangenschaft heimgekehrt war. Dann fing der etwa 20-Jährige mit einer Ausbildung als Maschinenschlosser bei der Firma Gmeiner in Rimsting an. Später wechselte er in das Unternehmen seines Bruders, bei dem er bis zu seinem Ruhestand gearbeitet hat.
Der 90-Jährige musste in seinem Leben einige herbe Schicksalsschläge erleiden: So zum Beispiel den Tod seiner ersten Frau Wilhelmine, die nach einer Operation an einer Embolie starb. Fortan musste er sich alleine um die fünf Kinder kümmern. Schwer zu verkraften war des Weiteren auch der Verlust von zwei Söhnen, die frühzeitig verstorben sind. Eine neue Partnerin fand der Jubilar in seiner jetzigen Frau Gertraud, die er 1979 heiratete. Sein gesamtes Leben hat er in Prien verbracht. „Ich wohne gerne hier.“
Sein Rezept fürs Fitbleiben im hohen Alter? „Sparziergänge“ sagt der Jubilar. „Und eine fröhliche Gesinnung“, fügt seine Frau noch hinzu. Auch die Besuche von seinen sechs Enkeln und neun Urenkeln halten Hefter auf Trab. bfo