Ruhpolding – „Wir können eine gut gemischte Aufstellungsliste aus erfahrenen und neuen Kandidaten für die kommende Kommunalwahl präsentieren“, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Johannes Hillebrand eingangs der Aufstellungsversammlung. Über viele Monate habe man geeignete Kandidaten gesucht und dabei feststellen können, dass die viel zitierte Politikverdrossenheit von ihm nicht erkannt werden konnte.
Es sei „fantastisch, dass alle vorgeschlagenen Kandidaten und der Ersatzkandidat heute da sein können“, so Hillebrand weiter. Als Ort der Versammlung habe man bewusst den Sitzungssaal der Gemeinde gewählt, „dort wo große Entscheidungen getroffen werden“. Die Listenplatzverteilung sei in der Vorstandschaft vorbesprochen worden und dabei habe man auf ein ausgewogenes Verhältnis geachtet. Er habe zudem feststellen können, dass „die Bewerber mit ihrer Kandidatur etwas bewegen wollen“.
Mit einem Blick auf die im März auslaufende Legislaturperiode meinte der Ortsvorsitzende: „In den letzten sechs Jahren wurde nach meiner Ansicht ruhig und sachlich gearbeitet, auch wenn das andere anders sehen“.
Danach übernahm der ernannte Wahlvorsitzende, Sepp Konhäuser, das Ruder. Er bat die Kandidaten, sich persönlich vorzustellen und ihre Ziele zu benennen. Nach der Einzelabstimmung über die vorgeschlagene Reihenfolge stimmte die Versammlung auch einstimmig der gesamten Liste zu, die von Bürgermeister Claus Pichler angeführt wird. Dieser meinte, dass die nächsten Wochen ganz entscheidend sein werden. Jeder Kandidat solle seine Meinungsfreiheit und Charaktere einbringen.
Dies sei gelebte Demokratie. Eines der Hauptanliegen müsse sein: „Vermitteln, für was man ist und wogegen man ist“. Er forderte alle Listenplatzinhaber auf, Elan zu zeigen und noch mehr Vertrauen zu gewinnen. „Die Wählerinnen und Wähler sollen wissen, was sie wählen“.
Der stellvertretende Landrat und Landratskandidat für die kommende Kommunalwahl, Sepp Konhäuser, resümierte, dass es in den vergangen 30 Jahren, in denen er im Gemeinderat tätig war, nie einen Fraktionszwang gegeben habe. Natürlich habe es Meinungsverschiedenheiten gegeben, die aber überwunden werden konnten. Schließlich meinte er noch: „Wenn andere im Wahlkampf darzustellen versuchen, „das haben wir gemacht“, stimmt das so nicht, denn im gesamten Gemeinderat werden immer gemeinsame Entscheidungen getroffen“.
Als Schlusswort gab Hillebrand zu erkennen, dass man es geschafft habe, eine ausgewogene Liste zu veröffentlichen, aber „das ist noch nicht das Ende, jetzt geht es richtig los“. Dabei hob er hervor, dass es ein Anliegen der SPD sei, einen fairen Wahlkampf zu führen und sich auf Sachthemen zu konzentrieren.hab