Rimsting – Der Gemeinderat Rimsting sieht sich in jüngster Zeit im Außenbereich immer mehr von Umnutzungen früherer landwirtschaftlicher Gebäude zu Wohnungen und Gewerbe konfrontiert. Das Gremium sieht dabei aber eine sinnvolle Nutzung bestehender Gebäudesubstanzen. Außerdem wird dabei die Schaffung von Wohnraum für einheimische Familien grundsätzlich begrüßt. Letztes Beispiel war die Umnutzung des Sailerhofes in Zacking zu Gewerbe und Wohnungen. Das Landratsamt hatte schon im Vorfeld die Verhältnisse im hoch gelegenen Ortsteil Zacking geprüft und die dortige Lage als Innenbereich beurteilt.
Das Vorhaben sieht einen Teilabbruch des bestehenden Sailerhofes und einen Ersatzneubau mit geänderter Nutzung vor. Das Vorhaben wurde daher schon mit einem Vorbescheid genehmigt. So wurde vom Grundeigentümer jetzt auch der entsprechende Bauantrag eingereicht. So wird der alte Stall- und Tennenbereich abgebrochen und profilgleich wieder errichtet. Im Erdgeschoss soll ein Gewerbebereich entstehen. Im Obergeschoss sollen fünf Wohneinheiten errichtet werden. Der alte Wohnbereich des Bauernhofes bleibt jedoch unverändert bestehen.
Nördlich des Wohngebäudes soll ferner ein zweigeschossiges Nebengebäude mit Garagen für die Wohnungen und für eine Heizungsanlage mit Hackschnitzelbunker gebaut werden. Der Gemeinderat betrachtete es als günstig, dass aufgrund der Höhenlage das Nebengebäude von Osten zweigeschossig, von Westen aus gesehen, in dieser Höhenlage aber nur eingeschossig zu sehen sei.
Das Gremium war der Meinung, dass sich das Wohngebäude gut in die Geländesituation einbinde und ortsplanerisch vertretbar sei. Die Schaffung von Wohnraum wurde begrüßt. Der Bauantrag wurde einstimmig gebilligt. Gemeinderat Robert Perl (WGG) stimmte als persönlich Beteiligter nicht mit. Ein Grundstücksnachbar hatte Bedenken wegen ungenügender Straßenbreite. Das Gremium sah die Straßenbreite von 5,50 Meter jedoch als ausreichend an. th