Grabenstätt – Im Rahmen einer Feierstunde im Gasthof „Grabenstätter Hof“ beging der VdK Grabenstätt sein 70. Gründungsjubiläum. Vorsitzender Rudi Göbel ließ dabei die Geschichte des 1949 ins Leben gerufenen Ortsverbandes im Beisein vieler Mitglieder und Ehrengäste Revue passieren. „Vor 70 Jahren war den Bürgern nicht nach Feiern zumute, anpacken war gefragt, um die Wirren des Krieges zu meistern und neue Strukturen aufzubauen, damit wieder positiv in die Zukunft geschaut werden konnte“, betonte Göbel. Er erinnerte dabei an die „Trümmerfrauen“, die nach dem Zweiten Weltkrieg geholfen haben, das Land wieder aufzubauen. „Die Kriegsfolgen wurden durch den Zusammenhalt der Menschen und gemeinnützige Verbände wie den VdK gemeistert“, so Göbel. Exemplarisch nannte er die verdienten Grabenstätter Heinz Hentze, VdK-Ortsvorsitzender, und Katharina Hein. Göbel zufolge habe sich der VdK „zu einem Sozialverband mit erweiterten Aufgaben gewandelt.“ Die Mitgliederentwicklung zeige, dass die Leute immer mehr Sorgen hätten und Unterstützung bräuchten, „um zu ihren sozialen Ansprüchen zu kommen“, betonte Göbel und lobte die VdK-Rechtsberatung in den Sozialgesetzen. Der größte deutsche Sozialverband VdK habe dieses Jahr die Rekordmarke von zwei Millionen Mitgliedern übersprungen, bayernweit seien es schon über 700000 und im Kreisverband über 13000 Mitglieder. Auch der VdK Grabenstätt hat mit 419 Personen eine stolze Mitgliederzahl vorzuweisen. „Wir werden uns aber auch auf Ortsebene weiterhin dafür einsetzen, dass in Not geratene Bürger Unterstützung erhalten, damit ihre Sorgen kleiner werden“, versicherte Göbel. Dazu benötige man auch in Zukunft aktive Bürger als Kümmerer vor Ort. Um finanzielle Hilfe leisten zu können, gibt es die jährliche VdK-Haussammlung. Göbel bedankte sich hier bei allen Spendern und fleißigen Sammlern. Abschließend strich er mit der Mütterrente und der Grundrente noch zwei soziale Leistungen heraus, für die der VdK lange gekämpft habe. Bei der Mütterrente gebe es allerdings noch Optimierungsbedarf und bei der Grundrente müsse man abwarten, wie diese umgesetzt werde. Als Vertreter der VdK-Kreisvorstandschaft gratulierte Jürgen Pieperhoff dem Ortsverband zu seinem Jubiläum und würdigte dessen wichtige und erfolgreiche Arbeit für die Bürger. Göbel kämpfe nicht nur als Orts- und Kreisvorsitzender, „sondern auch auf Landes- und Bundesebene in besonders aktiver Weise für unsere Belange“, lobte Pieperhoff. Sepp Hollerauer bereicherte mit seinen Texten nach 30 Jahren ein letztes Mal die Feier mit passenden Klängen. mmü