Die ersten Umzugskisten sind gepackt

von Redaktion

Gemeinderat Seeon-Seebruck Erste Sitzung im neuen Rathaus am 20. Januar

Seeon-Seebruck – Die ersten Umzugskisten im Ausweichquartier der ehemaligen Gruber Alm in Roitham sind schon gepackt. Nach vier Jahren kehrt nicht nur die Verwaltung der Gemeinde Seeon-Seebruck an ihren angestammten Platz in Seebruck zurück. Auch der Gemeinderat wird voraussichtlich am 20. Januar 2020 zum ersten Mal im neuen Rathaus Seebruck tagen.

Der Umzug soll in der Zeit vom 2. bis 7. Januar erfolgen. Während dieser Zeit sowie am 27. und 30. Dezember dieses Jahres wird das Rathaus deshalb geschlossen sein. Je nachdem wie sich der Umzug entwickelt, kann es auch zu eingeschränkten Öffnungszeiten kommen. Darüber informierte Bürgermeister Bernd Ruth den Gemeinderat und die Besucher der Jahresabschlusssitzung, die gleichzeitig die letzte in Roitham war.

Die Mitarbeiter freuen sich nach Angaben einer Angestellten schon auf die neuen Büros. Vor allem aber auch darauf, dass sowohl das Rathaus als auch die Außenstelle in Seeon (Einwohnermeldeamt) sowie die Touristinformation unter einem Dach zusammengefasst werde. Nach anfänglichen Verzögerungen, bedingt durch Planänderungen und archäologischen Funden, konnte im September der erste Spatenstich gesetzt werden.

Lob der Verwaltung für 110-prozentigen Einsatz übers Jahr

Der Gemeinderat hatte sich zum Ziel gesetzt, den Kostenrahmen in Höhe von 5,7 Millionen einzuhalten und am anvisierten Einzugstermin festzuhalten. Beides konnte auch verwirklicht werden. „Wir können stolz darauf sein, dass der Zeit- und Kostenrahmen eingehalten werden konnte. Wir haben den Neubau gut über die Bühne gebracht, und dabei auch ausreichend die Bürger informiert“, sagte Ruth. Lobend erwähnte er dabei den Einsatz der Verwaltung. Diese habe neben dem laufenden Betrieb ein enormes Arbeitspensum absolviert und fahre schon das ganze Jahr hindurch „auf 110 Prozent“.

Neben dem Rathausneubau und den zusätzlich hinter der Aussegnungshalle neu geschaffenen Parkplätzen schnitt Ruth auch weitere laufende Projekte an, die heuer durchgeführt wurden. So sei in Seeon ein neuer Verkehrsübungsplatz für die Grundschulen errichtet und in Seebruck ein neuer Löschwasserbehälter gebaut worden. In Truchtlaching werde gerade das Feuerwehrhaus umgebaut und auch die Breitbanderschließung konnte fortgeführt werden. Im Zuge der laufenden Projektplanungen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden, erinnerte er unter anderem an die Sanierung der Pattenhamer Straße, an den Neubau eines Feuerwehrhauses in Seeon und an den Neubau eines Hochbehälters in Waltenberg.

Des Weiteren liefen die Feinuntersuchung für die Sanierung des Chiemseeparks mit Neubau eines Versorgungsstützpunktes am Strandbad in Seebruck auf Hochtouren sowie der Umbau eines Bundwerkstadels in Ischl für die Vereine. Für das geplante Wohnprojekt „Harreckerhof Ischl“ sei bereits ein Förderantrag gestellt worden, ebenso intensiv weiter gearbeitet werde an dem geplanten Wohn- und Gewerbeprojekt in Seeon. Ruth wies darauf hin, dass im kommenden Jahr eine Lösung für ein Brückenprovisorium in Seebruck erwartet werde.

Wie berichtet, soll die bestehende Alzbrücke auf zehn bis 15 Jahre ertüchtigt werden. Während der Sanierung müsse deshalb ein Brückenprovisorium errichtet werden.

Der Gemeinderat musste massive
Kritik einstecken

Parallel dazu laufen die Voruntersuchungen für eine Entlastungsspange in Seebruck, die sehr umstritten ist (wir berichteten). Vor allem heuer musste der Gemeinderat dafür massive Kritik einstecken. Um sich von den Gemeindebürgern ein klares Meinungsbild zu verschaffen, hat der Gemeinderat vor Kurzem beschlossen, noch vor den Kommunalwahlen 2020 eine Bürgerbefragung durchzuführen. Das Ergebnis soll Aufschluss darüber geben, ob es überhaupt Sinn macht, die Voruntersuchungen fortzuführen.

Im Rahmen dessen laufe hier gerade eine sogenannte Raumempfindlichkeitsstudie, teilte der Bürgermeister mit.

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